Societee Islands

5001 MoreaBeim Einlaufen in Papeete riefen wir per VHF den Habourmaster auf und liessen uns Freie Fahrt erteilen zum überqueren des Hafens. Bald danach mussten wir nochmals anrufen um uns die Passage vor dem Flugplatz freigeben zu lassen. Bei der Ankunft in der Marina Taina waren keine Moorings mehr frei und so ankerten wir nördlich von der Marina.

Wir verweilten wiederum einen Tag in Papeete um Ersatzteile und Bootszubehör zu suchen. Leider war nicht alles aufzutreiben. Der Einkauf im nahe gelegenen Carrefour-Supermarkt war ein Genuss, wieder einmal alle kulinarischen Wünsche in greifbarer Nähe.

Freitagmorgen früh am 14. Mai erreichte uns die Nachricht, dass die Mutter von Iris im Sterben liegt. Schnell packte Iris alles zusammen und versuchte den nächstmöglichen Flug in die Schweiz zu erhalten. Die Angestellten von Air Tahiti Nue waren außerordentlich einfühlsam und behilflich. Der Flug konnte am späten Abend starten. Iris erreichte die Schweiz am 15.Mai abends. Leider war ihre Mutter zu diesem Zeitpunkt bereits verschieden. Martin blieb alleine in Tahiti und wartete die Rückkehr von Iris ab.

5002 Schwimmen mit Stingray

 

Am 15. Juni war Iris wieder zurück und wir machten alles bereit, um weiter zu reisen. Am 16.Juni erreichten wir Morea und ankerten im Westen der Oponohu Bay. Mit dem Dinghi fuhren wir zur nächsten Bay und schwammen mit den Sting Rays.

 

 

 

 

 

5003 Süden Huahine5004 QuadausflugBereits am Abend segelten wir Richtung Huahine und gingen am nächsten Tag in der Baie d’avea vor Anker. Ein traumhafter Ankerplatz, Wifi vom nahegelegenen Resort auch auf dem Schiff, aquamarin farbiges Wasser, wir liessen es uns gut ergehen. Mit einem Quad  erkundeten wir die beiden Inseln. In Fare, dem Hauptort genossen wir das Alltagsgeschehen und verköstigten uns mit einheimischen Essen. Im Norden waren die uralten Ruinen früheren Siedlungen zu bestaunen und auf der Ostseite die bekannten Aale im kleinen Fluss.

Nachdem wir eine Nacht vor Fare geankert hatten setzten wir nach Bora Bora über und machten an einer der ca. 10 Mooring der MaiKai Marina fest.

 

Fakarava -Toau

4001 Tanken bei Cobia3Am 10.4.2018 früh am Morgen liefen wir in das grosse Fakarava Atoll ein. Ein gut markierter Kanal erleichterte die Navigation. Leider war keine der Bojen vor Rotoava frei, d.h. Ankern. Im Dorf erkundigten wir uns, wann nächstes Mal das Versorgungsschiff Cobia3 einlaufen wird. Eine wunderbare Überraschung, bereits am nächsten Tag früh am Morgen. Wir versuchten über die polynesische Telefonnummer den Kapitän zu erreichen, keine Chance. So blieb uns nichts anderes übrig als den Wecker zu stellen und am Morgen um 6 Uhr über Funk, Kanal 16 den Kapitän  anzufragen, ob er 200lt Diesel für uns hätte. Zum Glück klappt’s. Wir fuhren mit Kalea längsseits an die Cobia3, nahmen den schwarzen schmutzigen Schlauch entgegen, bunkerten Diesel und tauschten uns mit der vertrauten Crew aus. Das Benzin kauften wir beim Yacht Service im Dorf, um ein wenig die herzliche französische Familie mit 2 Kindern zu unterstützen. Dort gibt es eine kühle Veranda mit gutem Internet und die Zeit steht still.


Als wir das Geplante eingekauft hatten, wollten wir so schnell als möglich Richtung Pakokota, zu Agnes, Hani ia und Matthew…aber wie so oft, kommt es anders als man denkt.

4004 Pakokota FamilieDer Anker blieb stecken. Es sah so aus, als ob die Kette mitten durch den Korallenkopf lief, was ja eigentlich nicht sein konnte.  Martin musste den Anker abmontieren, der Job von Iris war die Kette sobald sie entlastet ist hoch zu nehmen. Da sich jedoch eine schwere Kette sehr schlecht als entlastet anfühlt, verloren wir den Anker. Martin kam mit Tauchausrüstung wieder an Bord, dann fuhren wir hinüber zum Pier und befestigten Kalea gut gepolstert mit Fendern. Am Nachmittag versuchte Martin noch einmal den Anker zu finden. Gemäss GPS wussten wir ja ungefähr, wo er lag, aber eben nur ungefähr. Erst am nächsten Tag tauchten wir gemeinsam und gingen  mit System vor. Wir befestigten eine Leine am Korallenkopf, an dem der Anker ursprünglich gelegen hatte und schwammen Kreise ab. Leider war das Seil nur 25m lang, gerade als wir umkehren wollten, deutete Iris an, noch kurz in eine Richtung zu schwimmen, wie so oft hat sie auch diesmal gefunden was wir suchten.
Liam und Annie von „Gone with the wind“ halfen beide Tage tatkräftig und unterstützend mit. Das Anker hoch hieven war schnell getan, mit dem Dinghi unter die Kalea getuckert, Kette runtergelassen, montiert und wieder hochgenommen. Fazit, entferne nie den Anker von der Kette ohne ihn mit einem schwimmenden Erkennungszeichen zu markieren, da Fehler passieren, lohnt  sich das Motto: Doppelt genäht hält besser.

4005 Kajaken am südpassEndlich fuhren wir wassermachend nach Pakokota.  Agnes kochte ein wunderbares Abendessen, wir hatten das Glück an einer Boje zu sein und auf dem Schiff das gute Internet zu empfangen. Schöne Spaziergänge, Gemüse einkaufen, mit Haniia spielen, bisschen mit anderen Seglern plaudern, herrlich.  Natürlich wurden wir auch in diesem kleinen Paradies wieder durch anfallende Arbeit gestört. Der Gefrierschrank funktionierte nicht richtig. Matthew musste zweimal an Bord kommen bis die Temperatur wieder auf -15C sank. Bevor wir wieder gegen Süden ausliefen, verbrannten wir noch unseren Kehricht am Pazifik, verschenkten der jungen Familie einige Bettwäsche und knuddelten Haniia noch weicher als weich.

Seit Apataki mussten wir 2x das SUP (stand up paddle board),  den Anker, den Tauchcomputer, ein VHF, ein Tarierjackett, den Gefrierschrank, die WC-Pumpe, den Hochdruckschlauch vom Tauchkompressor und leider auch noch die Unterwasserkamera reparieren.  Mangels Ersatzteilen konnten wir leider in der pazifischen Pampa nicht alles flicken oder ersetzen.
Als wir in Fakarava Süd ankamen, wird gerade eine Mooring frei und am nächsten Tag sind wir beide bereits am Tauchen. Wir haben uns lange auf diesen Moment gefreut, wie erwartet hatte es viele Haie und eine grosse Fisch Vielfalt. Strömungstauchgänge sind eindrücklich, ein wenig wie fliegen. Wir geniessen ein paar Tage Ferienstimmung pur.

Am 3. Tag kam „Gone with the wind“ dazu und 2 Tage später tauchte am Horizont ein Trimaran auf. Jaaaa,  sie sind es, ein herzliches Wiedersehen mit „Aldebaran“, Sabrina und Kristian mit ihrer jetzigen Crew Claus und G. Wir haben uns seit Ecuador bereits mehrere Male getroffen, ein herzliches austauschen will gefeiert sein.
Die Überlegungen, wohin wir als nächstes segeln werden, wird, oh, welche Überraschung von unserem Dinghimotor bestimmt. Zurück auf Platz 3 nach Pakokota.  Der Motor muss laufen sonst sieht das Leben an Bord düster aus. D.h. Martin muss wieder seine Arbeitsklamotten montieren und ab in die Werkstatt. Mit Matthews Unterstützung war die Arbeit in einem halben Tag erledigt.

4002 Village am Südpass4003 Tauchgang mit LiamWir übernachten noch eine Nacht am Fakarava Nordpass an einer Mooring, Schnorcheln und Ruhe geniessen war angesagt.

Am Morgen liefen wir nach Toau aus, verweilten ein paar Tage in diesem friedlichen kleinen Atoll, schnorchelten beide Pässe mit Dinghi im Schlepptau wie auch das Aussenriff. Dann segelten wir um die Ecke nach Anse Amjot. Dort sind im falschen Pass wie auch draussen am Aussenriff die Korallengärten wärmstens zum Schnorcheln zu empfehlen. Wenn am Morgen vor dem Frühstück ein ca 1m Napoleonfisch majestätisch unter dem Schiff durchschwimmt, ist das märchenhafte Gefühl nicht weit weg. Eine wunderschöne Gegend um die letzten Toamotus Stunden zu geniessen. Auch fangen wir unsere 3 kleinen Hausgeckos und bringen sie rüber in die Freiheit.


Am 7.5. segelten wir gegen Tahiti und erreichten das Mooringfeld der Marina Taina  am 9.5. Wir segelten zwei Nächte entlang der diamantenen Milchstrasse, der aufgehende Halbmond  verglitzerte märchenhaft das Licht über den Wellen, es war eine Freude auf der Wache zu sein.

Papeete - Apataki, Tuamotus

Unsere Schweizerferien waren viel zu schnell vorbei, mit Cathay Pacific (gute Raum, Sitzverhältnisse) flogen wir 2x12h nach Auckland. Dort holten wir unsere Fahrräder und ein wenig Neuseelandgepäck bei Deb und Mike ab und flogen am nächsten Tag mit Air Tahiti Nui nochmals 6h weiter nach Papeete (schlechtere Raum, Sitzverhältnisse)


In der Pension de la plage, die ein wenig außerhalb von Papeete liegt, hatten wir bereits seit Monaten (sie sind immer ausgebucht) eine Einzimmerstudio mit Küche und eigenem Bad reserviert. In der Mitte der Anlage ist ein kleiner Swimmingpool, der nach den dichten Arbeitstagen vor allem Iris begeisterte. 4 Tage lang fuhren wir von einer Ecke zur andern, für die Fähre Cobia3 Tickets holen, alle Teilchen zum Verschiffen einsammeln, Rieseneinkauf im Hamuta (praktisch, die liefern alles getrennt nach Normal, Kühlschrank, Eisschrank, direkt auf die Cobia3. Den geflickten Lazybag bei Isabelle abholen, x- mal abklären ob der Streik unsere 120 kg Farbe nun blockiert oder ob sie noch auf die Cobia3 geliefert werden kann. Da wir alles gut vorbereitet hatten, ging es relativ reibungslos, es hätte nicht noch sein müssen, dass der Laptop von Iris am 3. Tag den Geist total aufgab, Vorteil wir konnten die interne HD professionell in eine externe Box einbauen lassen.


3020 Cobia33021 Cobia3Am Montag 12.3.18 gingen wir mit Kühltasche (Essen für 24h) Decken und Gepäck an Bord der Fähre. Drittklassig reisen für 24h ist angesagt. Dank der flachen See sind die Kajüten Betten gar nicht so schlecht, es ist extrem klimatisiert und die Kajüte hat leider keine Türe. Ansonsten aber eine angenehme Art zu Reisen.
Am Dienstagabend um 18:30 Uhr legt die Cobia3 am Dock in Apataki-Village an. Bereits bei Dunkelheit holen uns die Carenage Grosseltern Mami und Papi beim Pier ab, inklusive unserem Bagage. Iris rennt noch schnell ins Dorflädeli um was Warmes zum z‘ Nacht einzukaufen. Genüsslich verzehrten wir das wohlverdiente Mahl am Küchentisch, unkompliziert werden 2 Matratzen in die luftige Veranda gelegt und wir schlafen herrlich und tief.

 


Am nächsten Morgen werden wir alle Vier von Papi mit dem Motorboot übers Atoll in die Carenage gebracht. Es empfiehlt sich in den Gepäckstücken innen alles in Plastiksäcke abzupacken, die Fahrt war wie zu erwarten ein Dauersalzbad.


Kalea,  war in bester Form, sauber keine Tiere perfekt. Natürlich beugten wir dem Allem auch vor, jede Ecke war geputzt und gewartet:


Bevor wir das Schiff verliessen gab es Einiges zu tun:
Beide Frontlocker und Motorräume auswaschen, beide Motorenservice und reinigen, Tanklocker reinigen, Heckkabinen Rückfenster neu abdichten, Batterieüberwachung reparieren, Leiterhalterung Frontlocker, Hecklocker reinigen, Ankerwinch pflegen, Motorsteuerung abdichten, Tankanzeige reparieren, Lazybag demontieren und nach Papeete zum Flicken mitnehmen, Hutchdichtungen pflegen, Div. Wasserfilter reinigen, Dinghi reinigen und undichte Stellen flicken, Velo reinigen und so verpacken, dass sie auch in Papeete ankommen, Kühl und Gefrierschrank abtauen und rausziehen, so dass alles gut lüften kann. Solarpanel demontieren, Grosssegel runternehmen und verstauen, Vorsegel runternehmen und verstauen, noch schnell eine Schutzhülle für die Schotten nähen etc. etc…
Bei unserer Rückkehr gab es noch einiges mehr zu tun:


3022 Unterwasser schleiffen3023 Unterwasser streichenNie vergessen das improvisierte Wohnen, Wasser wird in Kübeln hochgeschleppt, Toilette ist drüben am Ende des Platzes, Kühlschrank und Gefrierfach können auf dem Hart noch nicht in Betrieb genommen werden, Leiter hoch, Leiter runter, Leiter hoch, Leiter runter, begleitet von diversen Tigermücken.
WC Auslauf Umschalter reparieren, Steuerruder reparieren, Wassermacher Filter ausbauen, Netz reparieren, Furler pflegen, Gefrierschrank Gas auffüllen lassen, Grossfall ersetzen, Radarreflektor neu installieren, Grossegel, Vorsegel, Lazybag montieren, Ankerkettenmarkierungen ersetzen, Solarpanel montieren, Wasserverteiler pflegen, bei allen Winchen den Service machen, Tauchkompressor Service machen, Pumpendruckschalter ersetzen, neue Winchabdeckung nähen, alle Canvassachen nachnähen, Dinghimotor reparieren, Unterwasser abschleifen und neu streichen, Anoden ersetzen, SUP flicken etc. etc. etc…..


Herzlichen Dank nochmals an Stephan von Baju, dank ihm konnten wir einen improvisierten Kühlschrank benützen und dies ersparte uns einige Gänge zur Küche von Pauline.


3024 Mami Lau

Empfehlen wir die Carenage weiter? Was das Klima und die Taifunsicherheit anbelangt auf jeden Fall. Wenn man dort Arbeiten erledigen will ist alles selber mitzunehmen. Man ist echt am Ende der Welt. Während unserer Ankunft und Abreise hatte sich das Umgangsklima ins schlechte verändert, bei der Ankunft war die vielgepriesene Herzlichkeit spürbar, bei unserer Rückkehr gerade das Gegenteil. Am schlechtesten Benahm sich Alfred der sich bei jeder Gelegenheit gehen liess. Auch wurden die Preise um 20% erhöht, was ein wenig viel ist. WC und Dusche sind rudimentär. Der Abschied war dementsprechend frostig. Mami und Papi Lau waren immer herzlich und hilfsbereit.

 


3025 Dinghi reparieren

Den Geburtstag von Martin feierten wir diesmal sehr schlicht mit einem Spargel Risotto und der letzten Flasche guten Wein. Am 28. März wasserten wir Kalea wieder ein. Zuerst waren wir einfach froh, dass praktisch alles so reibungslos geklappt hatte. Als wir im Wasser waren funktionierte unser Gefrierschrank nicht, zum Glück konnte Toni das Gas auffüllen. Dann hatten keinen Ersatzimpeller für unseren 20PS Honda Motor. Ein kleines Wunder geschah: tataaaaa:  Eine Sunde bevor wir umständlich mit Flugzeug und Unkosten einen Impeller kurz vor Ostern in Papeete bestellen konnten (wenn es ihn überhaupt Einen gab) lief eine alte Outremer50 ein.  Sergine et Bruno, waren genau für 24h hier und erst noch mit einem 20PS Honda Motor am Dinghi und unglaublich aber war, sogar einen Ersatz Impeller mit dabei. Dies feierten wir am Abend gebührend bei uns auf Kalea mit  einer feinen Spagettata.

 

3027 Grillen am Land3026 Grillen am LandDann endlich, Anker hoch und ab Richtung Nordost Pass. Weit und breit kein Boot, idyllische Atoll Einsamkeit. Nun war Erholung angesagt. Grillieren, schnorcheln, das Atoll  erforschen, Kehricht verbrennen etc… Es ist immer wieder beeindruckend quer durch den Atoll Ring zum Aussenriff zu gehen. Die Weite des Pazifiks ist immens. Am Abend erstrahlte die von keinem einzigen Fremdlicht beeinträchtigte Milchstraße mit Milliarden von Sternen.
Der Dritte und letzte Ankerplatz im wunderschönen Apatakiatoll genossen wir beim Nordost Pass. Eine grosse Fläche lädt zum Spazieren ein. Obwohl wir bei 18m Tiefe ankern, ist der Halt sehr gut. Wie immer ist die Ankerkette gestuft mit Bojen in der Höhe reguliert, so können wir die Korallen, unsere Kette und erst noch unseren Schlaf schützen.
Am 9. April 2018 abends um 18 Uhr laufen wir aus. Die letzten Sonnenstrahlen beleuchten den Pass, wir setzen Segel, essen Spinatkuchen und freuen uns auf den Nachtschlag nach Fakarava, wo wir ca. 12h später durch den Nordpass einlaufen werden.

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