Panama

1 Einfahrt PanamaEin reibungsloses einklarieren in der Linton Bay Marina beim Custom und eine kurze farbige Busfahrt nach Portobello mit lautstarker lateinamerikanischer Musik zur Imigration. Fürs Boot für ein Jahr haben wir 186$ bezahlt und für unsere 3 Monate Aufenthalt nichts. Überraschend kamen Teresa und Brett von der Seismicwave von der Panamarina uns kurz besuchen, sie planen ihre Kanaldurchfahrt Ende Oktober. Wir sind beide überrascht wie schön es hier ist, farbige Vögel fliegen über das Schiff, auf der Insel hören wir Affengeschrei, das Wasser ist sauber und es hat praktisch keine Mücken. Die Bevölkerung ist freundlich, fröhlich, eher ein wenig arm aber zufrieden. Auch hier öffnet es die Türen wenn wir spanisch mit ihnen sprechen. Ab und zu hören wir über einen Lautsprecher dass der Gemüsetruck um die Ecke kommt und was wir hier nicht erhalten, hilft uns das Marina personal problemlos organisieren.

 

August 20164 Portobello lunch

Wir lassen Kalea gut geschützt in der Linton Bay Marina und fliegen für 2 Monate in die Schweiz. Am Morgen bevor wir abfliegen, ist die einzige Strasse Richtung Panama durch einen Streik blockiert. Die Menschen lehnen sich dagegen auf, dass beim kleinsten Regenfall die Leitungen kein Wasser mehr in die Dörfer und Städte bringen. Verständlich, vo.a. wenn man sieht wie viel Wasser in Panama vom Himmel fällt. Dank der fürsorglichen Organisation von Carla, werden wir von einem Taxidriver bis zum Streik gebracht und auf der anderen Seite bereits von Pedro erwartet. Hat super geklappt, danke Carla.

 

 


Schweiz 19.8-24.10

20160823 190412Die ersten 5 Wochen sind noch hochsommerlich warm, was die Besuche von unseren Familien wie auch das Zusammensein mit Freunden sehr angenehm gestaltet. Dieses Jahr organisieren wir das erste Mal ein Treffen im Tessin, wo wir das wunderschöne Ferienhaus von Sabine und Felix in Obino benützen dürfen. Als sich langsam die Zugvögel sammelten, durften auch wir einmal mehr mit einem lachenden und auch einem weinenden Auge wieder Abschied nehmen von unseren Liebsten und gen Süden fliegen.

 

 

Back in Panama

Mit einem uralten klapprigen Airbus von Iberia sind wir von Madrid nach Panama geflogen. Der Vorteil war wir hatten viel Platz für die Beine und wie früher eine wunderbare Neigung im Rücken zum Schlafen. Natürlich auch wie früher, durchgesessene Sitze und genau 2 Filme oben an der Decke und die waren dann halt auch vorgegeben.

In der Nähe des Airports hatten wir ein Hotel reserviert, so dass wir am nächsten Morgen auf dem Weg in die Marina alle unsere Lebensmitteleinkäufe tätigen konnten. Ein erfrischendes Abendessen am Pool mit Vogelgezwitscher, wir waren wieder in den Tropen, herrliche Temperaturen. Pedro unser Taxichauffeur kam pünktlich um 1o Uhr, 1000$ leichter und 8 h später kamen wir bei der Marina an und fanden eine sehr verschmutzte Kalea vor. Die nächsten Tage gab es kein Süsswasser, immer noch defekte Wasserleitungen. Na ja, welcome back.
Klar mussten alle Lebensmittel die nach Kühle schrien sofort eingefroren und gekühlt werden. Kaum hatten wir die letzten Bissen runtergeschluckt, schlüpften wir ins bereits gemachte Bett und schliefen 12h durch. Herrlich. Bevor wir Kalea verliessen, hatten wir überall mit verdünntem Essigwasser gut geputzt und während den 2 Monaten 3 Sun Pac reingehängt. Das Schiff war Ungeziefer und Schimmel frei. Zum Glück konnten wir die in der Panamarina besorgen.

37 AnkerfeldAm nächsten Tag konnte Iris bei einem tüchtigen Wolkenbruch das Deck schrubben, derweilen Martin bereits wieder die technischen Dinge kontrollierte. Am 2. Tag hatten wir 3xWeihnachten. Zum Glück waren wir nicht wie angedacht, mit der Seismicwave im Kanal unterwegs und Martin kam im richtigen Moment um die Schiffsecke so dass er kaum stieg die Flamme aus unserem flexiblen Solarpannel hoch, sofort reagieren konnte, trotzdem war das Dach bereits schon angesengt. Wow wow wow….später offerierte uns dann die Firma einen Gratisersatz. Mensch das hätte tief ins Auge gehen können.
Langsam trudelten altbekannte Gesichter ein, Clara und Alex kamen Hallo sagen, dann tauchten überraschend Aline und Luc auf und nach ein paar Tagen kamen auch Sue und Brian mit Searose um die Ecke, wie auch Cheers die wir das letzte Mal im 2014 in San Lucia sahen. Die Abende verbrachten wir mit viel Gedanken und Erlebnis Austausch, gaben praktische Tips weiter und genossen neben täglichem Arbeiten auch viel Geselligkeit. Bernd auf der Stella leihte uns einiges an Werkzeug aus, u.a. eine Wasserpumpe um aus dem Starbordbug ca 500lt Wasser auszupumpen. Dies ist bereits das zweite Mal dass wir unfreiwillig so viel Wasser mitschleppen. Der Crashboxfall ist noch nicht abgeschlossen.

33 Joy of Shamrock BayIn der Zwischenzeit sind auch unsere englischen Freunde mit Joy of Shamrock von der Isla Providencia eingetroffen. Um das Wiedersehen so richtig zu geniessen, beschlossen wir kurzerhand noch ein paar Tage zu bleiben. Durch die beiden haben wir die Information erhalten, dass wir unsere beschädigte Eburb problemlos ersetzt kriegen, da bei einigen Lieferungen ein Mangel am Kunststoff festgestellt wurde. Sie ist bereits in der Sheltor Bay zum Abholen bereit. Leider ist immer noch Regenzeit und wir nach wie vor in der Linton Bay. Da auch wieder einiges an Garantiearbeiten anfällt, sind wir vorläufig auch auf gutes Internet angewiesen.

Mehr Neuigkeiten aus den San Blas Islands.

 

Weitere Bilder

Providencia

Isla Providencia Columbia

Bien venido en una Isla muî bonito

Mit flacher See, Sternenhimmel und 1m hohen Wellen, Wind aus 100° sind wir nach 60h ausgeruht angekommen. Kein einziges Gewitter hat unsere Fahrt in den Süden getrübt, schlicht perfekt. Das Wetter war der Haupt Grund, dass wir Jamaika nach bereits kurzer Zeit wieder verliessen, solche Chancen musst man um diese Jahreszeit packen.


1070 Mango sammelnWährend dem Einklarieren begegnete uns Lucky 7 und im kleinen Ankerfeld entdeckten wir Rosa dos Ventos, mit beiden gab es ein herzliches Wiedersehen.
Da Iris unterwegs die Zahnkrone bereits zum zweiten Mal rausgefallen ist, ging der erste Gang zum Zahnarzt. Mr. Bush unser Agent wusste eine gute Adresse, Iris konnte bereits am Montag die Wurzelbehandlung bei Dr. Fauzi Robinson-Brown beginnen, was alles in allem ca. 5 Wochen dauern wird. Das heisst wir haben herrlich Zeit mal wieder anzukommen und die kleine Insel mit ihrem Korallenriff zu erkunden.
Auf der kleinen Nachbarinsel Isla Catalina gibt es viele wilde Mangobäume, Vögel und Echsen in allen Farben, draussen vor der Bucht geht das Riff vorbei, das die Insel wie einen Ring umschliesst und Karneval steht vor der Tür. Life Konzerte, fröhliche Menschen, Schönheitswettbewerb und und und.

1071 Beauty TruckIn der Zwischenzeit gehört der kunterbunte nicht ganz übliche Karneval bereits der Vergangenheit an. Der Karneval war interessant und nicht nur extrem laut, sondern auch extrem abwechslungsreich. Eigentlich war es mehr ein Folklorefestival, back to the Roots. Die Wurzeln sind nicht älter als der Kolonialismus und an einigen tänzerischen und musikalischen Mitbringsel von Mama Afrika, den Uniformen, Musikinstrumenten wie auch dem Tanzstil erahnt man bestens wie die Sklaven damals improvisieren, vortanzen und das Beste daraus machen mussten. An zwei Abenden war vorne auf dem Dorfplatz eine riesige Bühne professionell aufgebaut, dort wurden abwechslungsweise die verschiedenen Schönheitsköniginnen aus der Karibik präsentiert. Ziel des Ganzen war, wer wird die Miss Karibik 2016. Dass am Schluss Miss Providence gewonnen hatte, erstaunte niemanden. Leider konnten wir nicht alles mitmachen, unsere Kraftreserven waren meist um Mitternacht aufgebraucht, denn da erst strömten die Einheimischen jung wie alt in Scharen daher. Da hatten wir jedoch bereits so viel Interessantes gesehen, getanzt und gehört, dass es eine Wohltat war nach Hause zu fahren und den Schlaf der Gerechten zu geniessen.


1072 EinkaufsfahrtAls endlich die üppigen Festivitäten vorbei waren, versank die Insel wieder in ihre Ursprungsruhe, dies wird die nächsten 11 Monate so bleiben. Kommuniziert wird dauernd überall mit allem, Hauptmobilität sind die Mopeds, dank dem regelmässigen Regenguss ist es überall grün, blüht und duftet wunderbar. Die Fischer bringen ihren Fang in die Kooperative, wo jeder zum selben Preis, 1kg Tun Filet ca. 5 SFr. kaufen kann.
Ein Minialltag ist eingekehrt. Mit einem Moped blochten wir um die Insel, staunten über die alljährliche Krabbengeschichte, die ausführlich in einem Video dargestellt wird. Die idyllischen Karibikstrände an der Westküste wie auch die sehr angenehme fröhliche Freundlichkeit ihrer Bewohner. Hier gibt es keine Kriminalität, was unseren Aufenthalt sehr entspannt. Schwätzchen mit Kleinladenbesitzerin Veronika, Therapietipps für das Ehepaar Bush, da und dort vertraute Gesichter, in der Nacht Lobster jagen, Schnorcheln und Fische jagen am Riff, Surfboard installieren, Kite ausprobieren mit Kevin, Nähen, Putzen, Wartungsarbeiten, Nichtstun, Spazieren gehen, andere Segler kennen lernen. Wir geniessen unseren idyllischen Ankerplatz auf unserer Kalea zu hinderst im Ankerfeld. Sobald die neue Krone von Iris installiert ist, segeln wir gegen Ende Juli gegen Panama.

Weitere Bilder

 

Jamaica

Port Antonio 27.5 – 06.06.16

Jamaica ist ein Inselstaat innerhalb der Karibik des Commonwealth of Nations. Der Name leitet sich vom arawaikischen ab, was so viel wie Quellenland oder Holz-und Wasserland bedeutet. Die ehemalige Kolonie ist für ihre vielseitige Kultur, aber auch für ihre sozialen und wirtschaftlichen Probleme bekannt. Die Menschen sprechen englisch und kreolisch, Strassenverkehr ist links und die Schulkinder sind wie überall in der Karibik durch ihre jeweilige Uniform erkennbar. Währung ist der Jamaika Dollar, 1 CHF ca. 100 Jamaica $. US$ rechnen wir mit dem CHF eins zu eins.


1060 Ice Cream Lokal

Nach unserer sehr angenehmen 20 h Überfahrt von Kuba, keine Wellen, begleitet von den fern am Horizont leuchtenden Gewittern, wurden wir in Port Antonio kompetent und herzlich empfangen. Dazu kam die willkommene Abwechslung, wieder einmal gratis einzuklarieren. Im Hafen Errol Flynn von Port Antonio kostete der Hafenplatz für unsere 49er Kalea 75 US$ pro Nacht. Um das Schiff, nach der Putzaktion in Santiago de Cuba, mit pflegendem Schiff Shampoo gut reinigen und wässern zu können, war klar, einen Tag am Dock, schrubben und alles mit Süsswasser spülen, dann raus in die Bucht an die gut gewarteten Moorings, die nur 25 US$ pro Nacht kosteten. Dafür hast du Duschen, WC, Waschmaschine, Tumbler wie auch freies Wifi, ein Café, einen kleinen Pool und ein sicheres gutes Dinghi Dock. Nicht zu vergessen die Hafenpolizei als Nachbarn, was sich auf die Schlafqualität sehr beruhigend auswirkte wie auch der gut informierte Marina Staff der einiges erleichterte.

1061 No StressZuerst wollten wir gemütlich um die Insel segeln, wir liessen uns jedoch beraten, dass Port Antonio im Moment die sicherste Ecke von Jamaica sei. Die Behörden versuchen intensiv der Kriminalität Herr zu werden, was ihnen immer mehr gelingt. Unser Aufenthalt hätte in diesem blumigen, mit britischem Humor gewürzten und hilfsbereiten Land sicher länger gedauert, wenn sich nicht wieder ein perfektes Wind- und Wetterfenster aufgedrängt hätte. Die Jamaikaner sind hilfsbereit, jedoch im Gegensatz zu Kuba nicht selbstlos. Das karibische Reggae Schlendern, yeah man, no problem man, take it easy man wird genüsslich plaudernd gelatscht, bis ein Geldverdien-Job gewittert wird. Dann erwacht wendiges Leben in diese sonst eher trägen Körper (die natürlich von Fussball und Krafttraining gestählt sind). Jemand kann dich problemlos in ein interessantes Gespräch verwickeln, dir beim zielorientierten Einkaufen plaudernd latschend Gesellschaft leisten, hier ein Tipp, dort ein Tipp, hält kurz die Einkaufstasche, behält sie, da sie ja langsam schwer wird und schon hat er einen selbstkreierten Job. Bis du es im ganzen Tumult wahrnimmst, hat er oder sie sich bereits schon an deiner Seite eingenistet. Verständlicherweise möchte er dann am Schluss auch ein kleines Entgelt. Natürlich nur ein kleines, schliesslich sind wir ja Freunde. Obwohl wir diesbezüglich in der Zwischenzeit sehr erfahren sind, mussten wir ab und zu ab über uns selber schmunzeln. So elegant und ohne Umwege sind wir schon lange nicht mehr manipuliert worden. Das ewige Lächeln, zurück lächeln, freundlich lächelnd nein sagen, wieder lächelnd gefragt werden, um wieder lächelnd und bedauernd nein zu sagen…… dieses lächelnde Dauerangebot wird mit der Zeit sehr anstrengend.


1063 Blue Mountains1062 Kaffe mahlenDa die Regenzeit begonnen hatte, mieteten wir ein Auto um nicht im strömenden Regen auf einen Bus warten zu müssen. Am ersten Tag führte uns die stark gewundene und mit Schlaglöchern besetzte enge Strasse über die Blue Montains rüber nach Kingston. Rallyefahrer Martin war ganz in seinem Element, das Ganze noch auf der linken Fahrseite, Hirnvernetzung lässt grüssen. Unterwegs staunten wir über die üppige Pracht des Regenwaldes, kauften frisch gestampften Kaffee und knabberten geröstete Kakaobohnen. Diese Kulisse könnte auch in einer Schweizer Alphütte sein. In Kingston besuchten wir dann das legendäre Bob Marley Museum, ein Stück Geschichte. Für unseren Geschmack ein wenig zu viel Kommerz.

 

1064 Reach Falls

Am nächsten Tag ging es gemütlicher zu, wir besuchten die Reach Falls, wo Iris unterhalb des Wasserfalls natürlich ein ausgedehntes Bad genoss. Martin schnappte sich während dieser Zeit ein gedecktes Wärterhäuschen und genoss am Trockenen den strömenden Regen, die Blumen, Vögel, die tosende Wasserkraft, wie auch die allgemeine Üppigkeit.

Da es in der Zwischenzeit Juni wurde, beobachteten wir täglich das Wettergeschehen. Nicht, dass wir hier in diesem Paradies von einem Hurrikan überrascht werden wollen. Als sich dann das perfekteste Wetterfenster anbot, rauschten wir auf flacher See mit 15 Knoten Wind ohne ein einziges Gewitter in 60h auf die Isla Providencia, Columbien, wo wir uns für einige Wochen niederlassen werden. Gilt es doch wieder einige wunderschöne Erlebnisse zu verdauen.

 

Weitere Bilder

Subcategories