Ecuador

Panama nach Ecuador

1800 Aequator Taufe1801 Der Aequator naht

 

Nachdem wir uns einige Tage in der Idylle von der Las Perlas Insel San José erholten, die riesigen, wie auch bunten Ara Papageien auf der Insel bestaunten, hissten wir die Segel Richtung Ecuador. Der Champagner war kühl gestellt, um den historischen Moment, wenn wir vom Nordpazifik in den Südpazifik gelangen auf dem Äquator zu feiern und anstossen. Die festliche Garderobe lag massgeschneidert mit dem Po Stiche bereit. Das erste Mal seit fast 4 Jahren, stiessen wir auf hoher See an und genossen den immerhin 15 jährigen Champagner Tropfen.

 

 

 


1802 Rio Chone EcuadorAm 6. Februar nach 3.5 Tagen gemütlichem Segeln, erreichten wir die Bahia de Caraquez. Obwohl die Marina wusste, wann wir kommen, warteten wir uns die Beine in den Bauch. Da die Einfahrtszeit wegen der Flut begrenzt ist, machten wir uns mit Winken, Schreien und Pfeifen so lange bei den vielen Fischerbooten bemerkbar bis Hilfe nahte. Gerne waren die beiden Fischer für einen Batzen bereit uns als Pilotboot vorab zu fahren, so dass wir sicher im Mooring Feld ankamen. Dort warteten wir den ganzen Tag, bis wir endlich die Marina am Funk hatten. Zum Glück ging es nicht so weiter. Ariosto kam bald, um uns zwischen den Mooring zu vertäuen. Die Offiziellen kamen am nächsten Tag relativ pünktlich und die allgemeine Herzlichkeit von Puerto Amistad entschädigte sofort für die ersten harzigen Stunden. Diese Marina wird ganz klar vorab von Ariosto getragen, dann vom immer fleissigen Küchenpersonal, die sehr hilfsbereite Waschfrau und nicht zuletzt die Kellner im Restaurant. Die administrative Leitung lässt schwer zu wünschen übrig, obwohl sich Raquel sehr bemüht das Fehlende auszugleichen. Wir werden sicher mit Gene dem Besitzer Kontakt aufnehmen und versuchen ein konstruktives Feedback zu geben.
Nach 2 Tagen kamen unsere Freunde von Geniet Lew von ihrer Inlandreise zurück, leider beide sehr angeschlagen. David mit Gürtelrose und Janet mit einer hartnäckigen Erkältung. Zum Glück konnten wir ihnen ein wenig unter die Arme greifen. Ihr Auslaufen nach den Galapagos Islands ist von langer Hand zeitlich klar geregelt, überall wird Besuch auf und abgeladen, somit blieb nicht viel Zeit und Raum für die Beiden sich zu erholen. Kurz träumten wir alle nochmal wie schön es wäre, wenn wir gemeinsam über den Pazifik segeln könnten. Wir denken jedoch, dass wir mit diesem gerafften Programm nicht mithalten können und wollen. Dann konnten wir endlich, die für unglaublich viel Geld bestellte Anker Winsch abholen und montieren, hatte die Alte doch den Geist am letzten Tag in Playita Panama den Geist aufgegeben. Was für ein Super Zeitpunkt. In Panama wäre nur 1/3 der Summe angefallen. Die Taxen auf die Ware zu bezahlen ist ja noch eines, wenn die Taxen aber auf der Ware und den Transport berechnet werden dann ist es viel zu teuer.
Auch Marc und Marjo sahen wir wieder, nach ausgiebigem Austauschen, segelten sie eine Woche nach unserer Ankunft weiter auf die Galapagos.

1803 CotopaxiUnsere Ferien begannen mit der Reise nach Esmerlada. Taxi, Taxi Effektivo, Bus, Bus und wieder Taxi. Dort besuchten wir Dorita die Mutter von Soraja, Rocio, Martin, Richard und Xavier.. Die alte Dame wartete bereits seit 2 Stunden geduldig am Busbahnhof. Ursprünglich war angedacht den Carneval auf dem Heimweg in Esmerlada zu verbringen. Wir waren jedoch bereits nach unserem ersten Busfahrtag flach gesessen. Wir blieben eine Nacht, genossen die Gastfreundschaft von Dorita, das üppig herzliche ewig rumsitzende verwöhnende von den Südamerikanern, das endlos Palaver mit diversen Nachbarn und natürlich fehlte auch nicht einer der noch ein wenig Geld benötigte. Am nächsten Morgen fuhren wir nach einer üppigen Frühstücksmahlzeit (wie bei uns das Mittagessen, Fleisch, Reis, Gemüse) gesättigt von Mensch und Speise in das 2800müM gelegenen Quito. Dort hatten wir in der Milenka Colonial Suite eine herrlich zentral gelegene Unterkunft reserviert. Die um die Ecke liegende Markthalle war ein Reichtum von vielen kleinen Details, mit den verschiedensten kreativsten Händler und Strassenhändler. Quito ist eine sehr angenehme Stadt. Wir schlenderten in der Stadt rum, assen gut, genossen unsere Schiffsferien, ein Ausflug mit dem Teleferico auf 4000m durfte auch nicht fehlen, ein wenig Wandern, staunen und einsaugen der Andenkultur. Für uns „Südseeler“ war es relativ kalt. Wir hatten viele Faserpelze, Kappen und warme Jacken dabei.
Die Reise ging weiter nach Latacunga. Diese kleine absolut typische Andenstadt war sehr vom Ländlichen geprägt. Im nahegelegenen kleinen Dorf Pujili assen wir zu Mittag und lernten Linda kennen. Eine ausgewanderte 72 jährige Kanadierin, die uns gleich unter den Arm klemmte und mit vielen gut gemeinten Tipps überspülte. Eine kurze Hausbesichtigung des Rose Haven Gardens (mit Bed & Breakfast) dann zu Fuss in das nahe gelegene Museum. Lindas Vorschlag bei ihr zu übernachten machte Sinn, wie auch die Idee Fernando anzustellen, um den 2 Stunden entfernten Quilotoa Crater lake zu besuchen. Es wurde ein sehr eindrücklicher Ausflug. Die Felder sind so weit das Auge reicht bestens bestellt. Farbige mit Wolltücher eingewickelte Frauen, im Rückentuch entweder Gepäck oder ein schlafendes Kind. Lamas, Kühe, Kakteen. Überall Campesinos und üppige Landschaft obwohl wir uns zwischen 3000-4000m bewegten. 1804 Quilotoa crater lakeDie Wanderung mit Blick auf die Anden und den Quilota Kratersee war ein Genuss. In Ecuador werden Kühe wie Schafe meist noch von einer Person überwacht.
Durch das Insiderwissen von Linda, konnten wir an einer Kreuzung in unseren direkten Bus nach Baños einsteigen. Dort hatten wir im Hostal Dulce Amanecer das Dachzimmer gemietet und wollten eigentlich den Carneval geniessen. Die Equadorianer erzählte uns Patrick vom Swiss Bistro (wieder einmal „Züri Gschnätzlets“ und ein richtiges Steak) seien immer noch müde und sehr beschäftigt mit den Widerholungswahlen im Mai. Wir waren beeindruckt ,wie stark dieses Thema den Alltag immer noch prägt, obwohl die Wahlen vor 2 Wochen stattfanden und da kein absolutes Mehr erreicht wurde, im Mai widerholt werden. Alle haben Angst, dass Ecuador wieder in die Armut absackt und nennen den Vergleich und die Auswanderung von Venezuela. Hat doch der letzte Präsident ein stabiles Gesundheitssystem, ein Minimallohn, eine kleine Altersrente wie auch Bildung für jedermann zu Wege gebracht. Wir drücken ihnen die Daumen, dass Ecuador einen guten Präsidenten kriegt. (Obwohl wir die Daumen in der letzten Zeit schon öfters für Wahlen gedrückt haben, schien dies bis jetzt nicht sehr viel Einfluss zu haben)
1805 Grossmutter 81Wir besuchten die nähere Umgebung mit dem Bus, Wasserfälle, Markthalle, staunten wie viele Einheimische anreisten um die Feiertage mit Kind und Kegel hier zu verbringen. Es wurde flaniert, gegessen, mit Koffern vollgeladen rumgereist. Immer ausführlichsten über Gott und Welt ausgetauscht. Ab und zu tauchte in dieser Vergnügungsfreudigen Gesellschaft wieder ein Campesino auf der seine Ware verkaufen wollte. Einmal kam sogar einer mit seinen Geiss daher und verkaufte die frisch gemolken Milch direkt von der Strasse.“ Meersöili“ wie Säue lagen frisch grilliert zum Verzehr bereit, Touren wurden angeboten um den tosenden Fluss runter zu donnern, mit dem Seil in die Schlucht zu springen, in schwindelerregender Höhe zu schaukeln, wie auch das nahe gelegene Amazonien mit Kanu zu Fuss oder per Bus zu besuchen. Geld verdienen muss man eindeutig, wenn das Volk frei hat. Natürlich durfte das heisse Baden in den einheimischen Quellen nicht fehlen.
Puyo, ein ausgewanderter Schweizer aus Montreux betreut dort ein Affenheim im Regenwald. Der erste Eindruck war nicht gerade vertrauenserweckend. Kaum betraten wir das Grundstück, sprang ein kleiner Affe Martin direkt auf den Kopf und hinterliess einen blutenden Kratzer. Dieses süsse aufdringliche Äffchen roch die Bananen im Rucksack wohl schon von weitem. Schnell brachten wir uns beim Haus in Sicherheit. Der Besitzer Ivan freute sich über Besuch, gab uns den Tipp sie einfach nicht zu beachten und links liegen zu lassen. Gemeinsam mit einem kanadischen Paar und ihrem Sohn, tranken wir mit ihm Café und hörten seinen Erzählungen zu. Während der ganzen Zeit hatte er ein Babyäffchen im Arm, das 24h pro Tag Körperkontakt benötigt, ansonsten gehen sie ein. Dies alles ohne Windeln, na ja ist wohl nicht jedermanns Sache. Nach einem interessanten Rundgang verköstigten wir uns noch im Dorf mit einer wunderbaren Mahlzeit für 2$ mit Getränk und genossen die Fahrt mit dem Bus zurück nach Baños. Wir reisten über Quayaquil zurück nach Puerto Amistad. (2 Tage Busfahrt)
Eigentlich wollten wir auf unserer Reise viel mehr unternehmen. Einmal mehr staunten wir, wie Erholungsbedürftig wir waren. Scheinbar zerrt das Schiffsleben, mit der Dauerverantwortung vollgespickt mit täglichen Überraschungen viel mehr als wir im Alltag wahrnehmen.
Das Boot wurde wunderbar von Ariosto betreut. Als wir ankamen waren alle immer noch im Carnevalfieber, dies hiess vor allem, glückliche Gesichter, Familien wohin das Auge schaute und im Marina Restaurant sehr sehr viel zu tun. Obwohl es überall super sauber war und gut roch, waren wir nach all den fremden Kopfkissen froh wieder unser eigenen zu haben. Durch die Inlandreise wurde uns klar, dass wir nicht wie ursprünglich angedacht in die Galapagos fliegen wollen, sondern mit Kalea hinsegeln. Zwar zusätzliche Arbeiten, jedoch auch Segelnomaden benötigen „home sweet home feelings“. Wir kriegten vor Ort problemlos Gasflaschen, Benzin, Diesel, Trinkwasser (2$ für 20lt) aufgefüllt. Dann informierten wir unseren Agenten auf den Galapagos, Mr. Bolivar über unser Abreisedatum und Ankunftsdatum so dass er uns das Autograph senden konnte. Ohne dieses kommt man nicht mehr so einfach in die Galapagos rein. All die Bestimmungen wollen bezahlt sein. Schiff ausräuchern, der Bug blitz blank wie neu gestrichen. Genügend kleine US Dollar Noten, um zum Zahlen bereit zu sein, sicher mit aufgefüllten Dieseltanks (2$ versus 7$ die Gallone), geöffnetem Schmutzwassertank, vollem Süsswassertank, biologisch abbaubares Waschmittel (als ob man dies hier in Ecuador kaufen könnte, Eco Schmierseife aus der Heimat sei Dank) die Basilikumtöpfe müssen im „sie haben nie existiert“ verschwinden (um dann wieder surprise surprise, plötzlich keck grün im Topf zu sein). Dann dürfen wir von den ca. 300 Inseln nur 3 anlaufen und dies einmalig. Landausflüge nur mit einem Führer oder Nationalpark Begleiter. Es soll auch eine grosse Gruppe neugieriger und verspielter süsser Seehunde geben, die gerne an Bord kommen falls man nicht ein gut verbarrikadiertes Schiff hat, ist alles verstunken und überall watschel platsch vollgeschmiert. Wir hoffen mit unserem selbstgebastelten Fender Zaun die neugierige Meute fernzuhalten.
Heute ist der 8. März. Nach 4 Tagen halb segeln halb Motoren laufen wir nun in San Cristobàl ein. Wir hoffen, dass wir unzähligen Tests bestehen und die Erwartungen der Behörde erfüllen werden.

Panamakanal-Panama City-Las Perlas

Panamakanal

1700 Panamakanal1701 PanamakanalDie letzte Nacht verbrachten wir im Rio Chagres, ein von Regenwald umsäumter Fluss mit einer unglaublichen Vielfalt an Vögeln. Dann motorten wir um die Ecke in die Shelterbay Marina, wo es noch einiges zu erledigen gab und wir die Fender und die langen Leinen von unserem Agenten entgegen nahmen. Am 9.1. waren wir alle bereits früh auf. Am Vortag lernten wir Koni kennen, ein Schweizer der gerne mit uns die Kanaldurchfahrt einmal als „Linehandler“ erleben wollte. Nach dem Mittag ging es bei viel Wind los in die Flats, ein mit Bojen markiertes kleines Gebiet, wo wir um ca. 17 Uhr den Advisor an Bord nahmen. Kurz vor der Einfahrt in die erste Schleuse wurde uns noch ein kleines deutsches Segelboot „Flipper“ ins Kaleapack verpasst. Iris übernahm das Steuer. Martin, Franz, Koni sowie ein Linehandler vom anderen Boot waren verantwortlich, dass nirgends ein Knoten das Manöver zum Drama werden liess. Alles verlief glatt und so erreichten wir um 21 Uhr den Lago Gatun. Zuerst vertäuten wir uns an einer grossen Boje, dann wurde der Advisor abgeholt und uns erwartete ein von Rita wunderbar gekochtes Poulet Curry. Am nächsten Morgen um 8.00 Uhr kam der nächste Advisor an Bord. Lange motorten wir bis ans 1702 Panamakanal1703 PanamakanalEnde des Lake Gatun. Die erste Schleuse passierten wir wie gehabt, dann machte noch ein zweites Boot Starbordseitig fest und so durchliefen wir die letzten zwei Schleusen im Dreierpack. Tzja, man soll sich ja nicht zu früh entspannen. Nach der letzten Schleuse schnallten wir unsere Beiboote ab und wieder allein erreichten wir das Bojenfeld vom Balboa Yacht Club. Alles verlief sehr gut, herzlichen Dank an alle die tatkräftig mithalfen Kalea sicher in den Pazifik zu bringen. Juhuu, wir sind im Pazifik.

 

 

Panama-City

1704 Panama StadtDurch einen wunderbaren Zufall, traf Iris alte Bekannte aus der Schweiz auf dem Gehsteig in Panama City, am nächsten Abend waren wir alle bei Beni und Chris in ihrem Hause zum Grillen eingeladen. Monica Bracher kam aus Chile zu Besuch bei ihrem Sohn und Stefanie aus Argentinien zu ihrem Bruder. Wir hoffen alle auf ein Wiedersehen.

 

 

 

Las Perlas

1705 Panama Las PerlasAm 13. Januar reisten Rita und Franz zurück in die Schweiz. Bevor wir uns definitiv in Panama abgemeldet haben, kam uns Heidi, eine Nichte von Iris für eine Woche aus Schweden besuchen. In den Islas Las Perlas verbrachten ein paar wunderschöne Tage und besuchten Contadora und Bacheca. Auf der Insel Bacheca leben viele Fregattvögel und Pelikane. Herrlich, diesen gekonnten Fliegern in ihren Flugformationen zu zuschauen.

Wieder zurück in La Playita Marina, Panama City begann das grosse Bunkern. Lebensmittel und Getränke für ca. 3-4 Monate mussten angeschleppt werden. Am 27. Januar machten wir uns auf den Weg nach Puerto Amistad Boat Marina, Bahia de Caraquez, Ecuador. Unser Plan ist jedoch uns in den Las Perlas noch einige Tage zu erholen.

San Blas Islands Panama

Tropischer Sturm Otto – und ab nach Kuna Yala

1690 Hurricain OttoIn Portobelo luden wir unsere Kalea noch mit dem Fehlenden voll, Iris genoss einen Shoppingday in Colon bevor wir wieder nach Puerto Lindo fuhren, wo wir noch eine wunderbare Einladung auf „Oceana 1“ genossen. Na dann kam es doch ausnahmsweise anders als gedacht. Anstelle von Ankern bei einer einsamen Insel, zwängten wir uns schutzsuchend in die Linton Bay, einige Nachbarn waren bereits bekannte Gesichter, andere lernten wir von Ferne dann kennen. Am Abend ging unsere Kalea auf Drift, die Böen nahmen zu, es war bereits dunkel und der Regen peitschte durch die Nacht. Umankern in diesen Verhältnissen ist eh ein Stress, dass dann aber ein grosses Motorboot ca. 60m lang umankern muss, der Kapitän sein Schiff bei diesen Gewaltsböen nicht im Griff hat, dies hielt mindestens 6 Booten die nächsten 24h auf Trab. Ein Dauerregen setzte ein, die ersten Meldungen liefen ein dass sich der Sturm weiter in einen Hurrikan aufbauen würde, dies jedoch zum Glück von uns wegdrehend. So hielten wir beide die ganze Nacht wache, wir beobachteten, dass auch die Planet Earth (was für ein erhabener Name für eine so lausige Angelegenheit) langsam wieder auf Drift ging, tagsüber war der Funkkanal unter Dauergebrauch, einige Schiffe mussten Einiges unternehmen, dass ihre Sicherheit wieder gewährleistet wurde. Bei uns war es schon schwieriger, unsere Sicherheit hing von unserem Nachbarn ab und der hatte es eindeutig nicht im Griff. Nach 24h mehrmaligem Aufruf, dass er bitte genügend Abstand zu unserer Kalea halte, keine Crew an Bord, sein Anker blieb noch an was hängen (zum Glück nicht an unserem Anker, dies war ursprünglich Befürchtung) x kg Adrenalin war dieses Boot endlich so verankert, dass wir eine trotz wach schiebender ruhige Nacht verbrachten.


Kuna Yala die San Blas Islands

Nach ein paar Tagen laufen wir nun endlich aus und am selben Abend wieder ein. Iris hatte seit ein paar Tagen Schulterschmerzen, die auf dem Weg in die San Blas unerträglich wurden plus noch mit Ausstrahlung in den linken Arm. Noch einmal kommt es Anders als wir dachten. Martin nahm Kontakt mit Geniet Lewe auf, Jannette und David offerierten uns, mit einer Spritze und einem feinen Abendessen, in Empfang zu nehmen. Zumindest Iris war für beides sehr dankbar. Nach 2 Tagen war das Schlimmste weg und wir segelten definitiv in die San Blas.
1691 San BlasDie ca. 340 Inseln liegen auf der Atlantik Seite von Panama, bewohnt von relativ kleinwüchsigen, friedlichen und sehr gesunden Menschen. Das Zweitkleinste Volk auf Erden, die Kleinsten sind die Pygmäen. Diese Indianer konnten sich, da sie vom Festland in Kanus geflüchtet waren, einiges an Kultur erhalten. Auch ist es für Fremde weder erlaubt Land zu kaufen, zu investieren, noch sich dauerhaft niederzulassen. Jedes Dorf hat 3 Chefs (Sailas), die sind nicht nur für Politik sondern auch für Spiritualität, Poesie, Medizin und Geschichte zuständig. 1692 kreative KunagrossmutterFrüher lebten die Bewohner mehrheitlich nackt, jedoch bunt bemalt. Durch die Missionare mussten sie sich anziehen, so kreierten sie die farbigen Muster in die von Hand gewobenen Stoffe „Molas“ und Stickereien und zogen diese an. Ein sehr fröhliches und farbenfrohes Volk. Für die Kuna Indianer ist nebst der Fischerei und heute auch der Yachttourismus die Einnahmequelle. Die Kokosnuss, die noch bis vor ein paar Jahren als Bezahlung respektive Eintauschmittel galt, dürfen nur diejenigen ernten, denen die Insel zum Instand halten zugeteilt ist. Eine Kultur in der der Mann bei Heirat zur Frau zieht und die Frau das Geld verwaltet. Ein Matriarchat. Ein Tag beginnt früh, mit dem Kanu dorthin paddeln, je nach was ansteht, jemand geht fischen, Insel pflegen und sauber halten, dann essen, mit der Familie ein wenig segeln und am Abend beim „Congresso“, wo meist der Saila in der Mitte und der grössten Hängematte liegt wird palavert, dann zieht sich jeder früh wieder in seine Hängematte zum Schlafen zurück. Die Flüsse werden sauber gehalten und es ist Gold darin zu finden. Den Kuna ist es jedoch nicht erlaubt danach zu suchen, da die Saila verhindern wollen, dass sich Unstimmigkeiten deswegen ergeben könnten.

Shelterbay – San Blas

1699Nana Juana FamilieWir motoren Wasser machend in die Shelterbay, dort gibt es ein herzliches Wiedersehen mit Sea Rose, Rosa dos Ventos, April und Matador. An einem Abend feiern wir, jeder bringt ein feines Gericht mit, April beschenkt die Nana Juana Girls noch mit einem selbstgemachten Schmuckstück, der Agent kommt vorbei, das Datum liegt fest, am 9.1.17 fahren wir durch den Kanal. Wir legen allen noch einmal ans Herz Marylin nicht zu vergessen, diese junge ehemalige Managerin von Nana Juana sitzt im Gefängnis, was eigentlich nicht sein dürfte.
Da wir schon bald zu viert sind bunkern wir ausführlich in Colon und Portobelo und tanken in Linton Bay alles voll. Ein erstes Wiedersehen mit Pura Vida, ein letztes Mal mit Oceana 1 und ab geht’s am 24.12. früh morgens gegen Strömung, Wind Wellen in die San Blas. Ein wunderbares Weihnachtsfest auf Pura Vida, erfrischende Nachbarn wie Stella Polaris und Geniet Lewe bereichern die Festtage.


1693Rita und Franz auf Pura VidaIn Carti nehmen wir Rita und Franz als Crew an Bord. Wir haben ihnen ein Taxi organisiert, das sie durch den Dschungel ins Kuna Land brachte. Wie versprochen lieferte Richard Georg die Beiden am 28.12 am Land ab und wir holen sie mit dem Dinghi an Bord. Soviel Käse und Salami hatten wir schon lange nicht mehr in unserem Kühlschrank, auch alle Bestellungen hatten wunderbar geklappt, wofür wir sehr dankbar sind.
Franz hilft Martin mit einigen noch anstehenden Schiffsarbeiten, Rita und Iris schnorcheln, kochen und alle Vier geniessen wir die gegenseitige Geselligkeit. Das Wetter hat sich seit ein paar Tagen von der Regenzeit in das übliche sonnige Wetter gewandelt, strahlend blaue, türkis und blaugrüne Inselumrandungen, sowie herrliche Riffs und farbige Fische entlocken uns immer wieder kleine Begeisterungsausbrüche.
Mit Cécile und Sylvain verbringen wir gemeinsam die Neujahrstage, rutschen alle 6 wunderbar ins 2017. Leider findet das Nachtschnorcheln dieses Jahr nicht statt, das Aussenriff ist relativ offen, so würden wir zu viele Nachträuber kennenlernen.
Hollandays 10$ pro Monat, allgemein im Kunagebiet 20$ pro Schiff und Person.
1695Kuna Boot

Zuerst frage ich Ati, ein Kuna ob er Fisch hat, ja heute Abend spät, die segeln aber aussen herum um am Festland den Fisch zu verkaufen. Dann fragt er nach einer Sicherung und ein Handy-Power-Supply und schlägt vor, dass er dies gegen Abend auf der Kalea holen kommt und dann gerade Fisch mitbringt. Wir schenken ihm noch ein paar farbige Fadenspulen und seiner Tochter Farbstifte danch segeln die beiden mit ihrem Einbaum wieder durch die Nacht nach Hause. Herrlich angenehme, freundliche und auch fröhliche Menschen.

1694Inselerkunden

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