Panamakanal-Panama City-Las Perlas

Panamakanal

1700 Panamakanal1701 PanamakanalDie letzte Nacht verbrachten wir im Rio Chagres, ein von Regenwald umsäumter Fluss mit einer unglaublichen Vielfalt an Vögeln. Dann motorten wir um die Ecke in die Shelterbay Marina, wo es noch einiges zu erledigen gab und wir die Fender und die langen Leinen von unserem Agenten entgegen nahmen. Am 9.1. waren wir alle bereits früh auf. Am Vortag lernten wir Koni kennen, ein Schweizer der gerne mit uns die Kanaldurchfahrt einmal als „Linehandler“ erleben wollte. Nach dem Mittag ging es bei viel Wind los in die Flats, ein mit Bojen markiertes kleines Gebiet, wo wir um ca. 17 Uhr den Advisor an Bord nahmen. Kurz vor der Einfahrt in die erste Schleuse wurde uns noch ein kleines deutsches Segelboot „Flipper“ ins Kaleapack verpasst. Iris übernahm das Steuer. Martin, Franz, Koni sowie ein Linehandler vom anderen Boot waren verantwortlich, dass nirgends ein Knoten das Manöver zum Drama werden liess. Alles verlief glatt und so erreichten wir um 21 Uhr den Lago Gatun. Zuerst vertäuten wir uns an einer grossen Boje, dann wurde der Advisor abgeholt und uns erwartete ein von Rita wunderbar gekochtes Poulet Curry. Am nächsten Morgen um 8.00 Uhr kam der nächste Advisor an Bord. Lange motorten wir bis ans 1702 Panamakanal1703 PanamakanalEnde des Lake Gatun. Die erste Schleuse passierten wir wie gehabt, dann machte noch ein zweites Boot Starbordseitig fest und so durchliefen wir die letzten zwei Schleusen im Dreierpack. Tzja, man soll sich ja nicht zu früh entspannen. Nach der letzten Schleuse schnallten wir unsere Beiboote ab und wieder allein erreichten wir das Bojenfeld vom Balboa Yacht Club. Alles verlief sehr gut, herzlichen Dank an alle die tatkräftig mithalfen Kalea sicher in den Pazifik zu bringen. Juhuu, wir sind im Pazifik.

 

 

Panama-City

1704 Panama StadtDurch einen wunderbaren Zufall, traf Iris alte Bekannte aus der Schweiz auf dem Gehsteig in Panama City, am nächsten Abend waren wir alle bei Beni und Chris in ihrem Hause zum Grillen eingeladen. Monica Bracher kam aus Chile zu Besuch bei ihrem Sohn und Stefanie aus Argentinien zu ihrem Bruder. Wir hoffen alle auf ein Wiedersehen.

 

 

 

Las Perlas

1705 Panama Las PerlasAm 13. Januar reisten Rita und Franz zurück in die Schweiz. Bevor wir uns definitiv in Panama abgemeldet haben, kam uns Heidi, eine Nichte von Iris für eine Woche aus Schweden besuchen. In den Islas Las Perlas verbrachten ein paar wunderschöne Tage und besuchten Contadora und Bacheca. Auf der Insel Bacheca leben viele Fregattvögel und Pelikane. Herrlich, diesen gekonnten Fliegern in ihren Flugformationen zu zuschauen.

Wieder zurück in La Playita Marina, Panama City begann das grosse Bunkern. Lebensmittel und Getränke für ca. 3-4 Monate mussten angeschleppt werden. Am 27. Januar machten wir uns auf den Weg nach Puerto Amistad Boat Marina, Bahia de Caraquez, Ecuador. Unser Plan ist jedoch uns in den Las Perlas noch einige Tage zu erholen.

San Blas Islands Panama

Tropischer Sturm Otto – und ab nach Kuna Yala

1690 Hurricain OttoIn Portobelo luden wir unsere Kalea noch mit dem Fehlenden voll, Iris genoss einen Shoppingday in Colon bevor wir wieder nach Puerto Lindo fuhren, wo wir noch eine wunderbare Einladung auf „Oceana 1“ genossen. Na dann kam es doch ausnahmsweise anders als gedacht. Anstelle von Ankern bei einer einsamen Insel, zwängten wir uns schutzsuchend in die Linton Bay, einige Nachbarn waren bereits bekannte Gesichter, andere lernten wir von Ferne dann kennen. Am Abend ging unsere Kalea auf Drift, die Böen nahmen zu, es war bereits dunkel und der Regen peitschte durch die Nacht. Umankern in diesen Verhältnissen ist eh ein Stress, dass dann aber ein grosses Motorboot ca. 60m lang umankern muss, der Kapitän sein Schiff bei diesen Gewaltsböen nicht im Griff hat, dies hielt mindestens 6 Booten die nächsten 24h auf Trab. Ein Dauerregen setzte ein, die ersten Meldungen liefen ein dass sich der Sturm weiter in einen Hurrikan aufbauen würde, dies jedoch zum Glück von uns wegdrehend. So hielten wir beide die ganze Nacht wache, wir beobachteten, dass auch die Planet Earth (was für ein erhabener Name für eine so lausige Angelegenheit) langsam wieder auf Drift ging, tagsüber war der Funkkanal unter Dauergebrauch, einige Schiffe mussten Einiges unternehmen, dass ihre Sicherheit wieder gewährleistet wurde. Bei uns war es schon schwieriger, unsere Sicherheit hing von unserem Nachbarn ab und der hatte es eindeutig nicht im Griff. Nach 24h mehrmaligem Aufruf, dass er bitte genügend Abstand zu unserer Kalea halte, keine Crew an Bord, sein Anker blieb noch an was hängen (zum Glück nicht an unserem Anker, dies war ursprünglich Befürchtung) x kg Adrenalin war dieses Boot endlich so verankert, dass wir eine trotz wach schiebender ruhige Nacht verbrachten.


Kuna Yala die San Blas Islands

Nach ein paar Tagen laufen wir nun endlich aus und am selben Abend wieder ein. Iris hatte seit ein paar Tagen Schulterschmerzen, die auf dem Weg in die San Blas unerträglich wurden plus noch mit Ausstrahlung in den linken Arm. Noch einmal kommt es Anders als wir dachten. Martin nahm Kontakt mit Geniet Lewe auf, Jannette und David offerierten uns, mit einer Spritze und einem feinen Abendessen, in Empfang zu nehmen. Zumindest Iris war für beides sehr dankbar. Nach 2 Tagen war das Schlimmste weg und wir segelten definitiv in die San Blas.
1691 San BlasDie ca. 340 Inseln liegen auf der Atlantik Seite von Panama, bewohnt von relativ kleinwüchsigen, friedlichen und sehr gesunden Menschen. Das Zweitkleinste Volk auf Erden, die Kleinsten sind die Pygmäen. Diese Indianer konnten sich, da sie vom Festland in Kanus geflüchtet waren, einiges an Kultur erhalten. Auch ist es für Fremde weder erlaubt Land zu kaufen, zu investieren, noch sich dauerhaft niederzulassen. Jedes Dorf hat 3 Chefs (Sailas), die sind nicht nur für Politik sondern auch für Spiritualität, Poesie, Medizin und Geschichte zuständig. 1692 kreative KunagrossmutterFrüher lebten die Bewohner mehrheitlich nackt, jedoch bunt bemalt. Durch die Missionare mussten sie sich anziehen, so kreierten sie die farbigen Muster in die von Hand gewobenen Stoffe „Molas“ und Stickereien und zogen diese an. Ein sehr fröhliches und farbenfrohes Volk. Für die Kuna Indianer ist nebst der Fischerei und heute auch der Yachttourismus die Einnahmequelle. Die Kokosnuss, die noch bis vor ein paar Jahren als Bezahlung respektive Eintauschmittel galt, dürfen nur diejenigen ernten, denen die Insel zum Instand halten zugeteilt ist. Eine Kultur in der der Mann bei Heirat zur Frau zieht und die Frau das Geld verwaltet. Ein Matriarchat. Ein Tag beginnt früh, mit dem Kanu dorthin paddeln, je nach was ansteht, jemand geht fischen, Insel pflegen und sauber halten, dann essen, mit der Familie ein wenig segeln und am Abend beim „Congresso“, wo meist der Saila in der Mitte und der grössten Hängematte liegt wird palavert, dann zieht sich jeder früh wieder in seine Hängematte zum Schlafen zurück. Die Flüsse werden sauber gehalten und es ist Gold darin zu finden. Den Kuna ist es jedoch nicht erlaubt danach zu suchen, da die Saila verhindern wollen, dass sich Unstimmigkeiten deswegen ergeben könnten.

Shelterbay – San Blas

1699Nana Juana FamilieWir motoren Wasser machend in die Shelterbay, dort gibt es ein herzliches Wiedersehen mit Sea Rose, Rosa dos Ventos, April und Matador. An einem Abend feiern wir, jeder bringt ein feines Gericht mit, April beschenkt die Nana Juana Girls noch mit einem selbstgemachten Schmuckstück, der Agent kommt vorbei, das Datum liegt fest, am 9.1.17 fahren wir durch den Kanal. Wir legen allen noch einmal ans Herz Marylin nicht zu vergessen, diese junge ehemalige Managerin von Nana Juana sitzt im Gefängnis, was eigentlich nicht sein dürfte.
Da wir schon bald zu viert sind bunkern wir ausführlich in Colon und Portobelo und tanken in Linton Bay alles voll. Ein erstes Wiedersehen mit Pura Vida, ein letztes Mal mit Oceana 1 und ab geht’s am 24.12. früh morgens gegen Strömung, Wind Wellen in die San Blas. Ein wunderbares Weihnachtsfest auf Pura Vida, erfrischende Nachbarn wie Stella Polaris und Geniet Lewe bereichern die Festtage.


1693Rita und Franz auf Pura VidaIn Carti nehmen wir Rita und Franz als Crew an Bord. Wir haben ihnen ein Taxi organisiert, das sie durch den Dschungel ins Kuna Land brachte. Wie versprochen lieferte Richard Georg die Beiden am 28.12 am Land ab und wir holen sie mit dem Dinghi an Bord. Soviel Käse und Salami hatten wir schon lange nicht mehr in unserem Kühlschrank, auch alle Bestellungen hatten wunderbar geklappt, wofür wir sehr dankbar sind.
Franz hilft Martin mit einigen noch anstehenden Schiffsarbeiten, Rita und Iris schnorcheln, kochen und alle Vier geniessen wir die gegenseitige Geselligkeit. Das Wetter hat sich seit ein paar Tagen von der Regenzeit in das übliche sonnige Wetter gewandelt, strahlend blaue, türkis und blaugrüne Inselumrandungen, sowie herrliche Riffs und farbige Fische entlocken uns immer wieder kleine Begeisterungsausbrüche.
Mit Cécile und Sylvain verbringen wir gemeinsam die Neujahrstage, rutschen alle 6 wunderbar ins 2017. Leider findet das Nachtschnorcheln dieses Jahr nicht statt, das Aussenriff ist relativ offen, so würden wir zu viele Nachträuber kennenlernen.
Hollandays 10$ pro Monat, allgemein im Kunagebiet 20$ pro Schiff und Person.
1695Kuna Boot

Zuerst frage ich Ati, ein Kuna ob er Fisch hat, ja heute Abend spät, die segeln aber aussen herum um am Festland den Fisch zu verkaufen. Dann fragt er nach einer Sicherung und ein Handy-Power-Supply und schlägt vor, dass er dies gegen Abend auf der Kalea holen kommt und dann gerade Fisch mitbringt. Wir schenken ihm noch ein paar farbige Fadenspulen und seiner Tochter Farbstifte danch segeln die beiden mit ihrem Einbaum wieder durch die Nacht nach Hause. Herrlich angenehme, freundliche und auch fröhliche Menschen.

1694Inselerkunden

Panama

1 Einfahrt PanamaEin reibungsloses einklarieren in der Linton Bay Marina beim Custom und eine kurze farbige Busfahrt nach Portobello mit lautstarker lateinamerikanischer Musik zur Imigration. Fürs Boot für ein Jahr haben wir 186$ bezahlt und für unsere 3 Monate Aufenthalt nichts. Überraschend kamen Teresa und Brett von der Seismicwave von der Panamarina uns kurz besuchen, sie planen ihre Kanaldurchfahrt Ende Oktober. Wir sind beide überrascht wie schön es hier ist, farbige Vögel fliegen über das Schiff, auf der Insel hören wir Affengeschrei, das Wasser ist sauber und es hat praktisch keine Mücken. Die Bevölkerung ist freundlich, fröhlich, eher ein wenig arm aber zufrieden. Auch hier öffnet es die Türen wenn wir spanisch mit ihnen sprechen. Ab und zu hören wir über einen Lautsprecher dass der Gemüsetruck um die Ecke kommt und was wir hier nicht erhalten, hilft uns das Marina personal problemlos organisieren.

 

August 20164 Portobello lunch

Wir lassen Kalea gut geschützt in der Linton Bay Marina und fliegen für 2 Monate in die Schweiz. Am Morgen bevor wir abfliegen, ist die einzige Strasse Richtung Panama durch einen Streik blockiert. Die Menschen lehnen sich dagegen auf, dass beim kleinsten Regenfall die Leitungen kein Wasser mehr in die Dörfer und Städte bringen. Verständlich, vo.a. wenn man sieht wie viel Wasser in Panama vom Himmel fällt. Dank der fürsorglichen Organisation von Carla, werden wir von einem Taxidriver bis zum Streik gebracht und auf der anderen Seite bereits von Pedro erwartet. Hat super geklappt, danke Carla.

 

 


Schweiz 19.8-24.10

20160823 190412Die ersten 5 Wochen sind noch hochsommerlich warm, was die Besuche von unseren Familien wie auch das Zusammensein mit Freunden sehr angenehm gestaltet. Dieses Jahr organisieren wir das erste Mal ein Treffen im Tessin, wo wir das wunderschöne Ferienhaus von Sabine und Felix in Obino benützen dürfen. Als sich langsam die Zugvögel sammelten, durften auch wir einmal mehr mit einem lachenden und auch einem weinenden Auge wieder Abschied nehmen von unseren Liebsten und gen Süden fliegen.

 

 

Back in Panama

Mit einem uralten klapprigen Airbus von Iberia sind wir von Madrid nach Panama geflogen. Der Vorteil war wir hatten viel Platz für die Beine und wie früher eine wunderbare Neigung im Rücken zum Schlafen. Natürlich auch wie früher, durchgesessene Sitze und genau 2 Filme oben an der Decke und die waren dann halt auch vorgegeben.

In der Nähe des Airports hatten wir ein Hotel reserviert, so dass wir am nächsten Morgen auf dem Weg in die Marina alle unsere Lebensmitteleinkäufe tätigen konnten. Ein erfrischendes Abendessen am Pool mit Vogelgezwitscher, wir waren wieder in den Tropen, herrliche Temperaturen. Pedro unser Taxichauffeur kam pünktlich um 1o Uhr, 1000$ leichter und 8 h später kamen wir bei der Marina an und fanden eine sehr verschmutzte Kalea vor. Die nächsten Tage gab es kein Süsswasser, immer noch defekte Wasserleitungen. Na ja, welcome back.
Klar mussten alle Lebensmittel die nach Kühle schrien sofort eingefroren und gekühlt werden. Kaum hatten wir die letzten Bissen runtergeschluckt, schlüpften wir ins bereits gemachte Bett und schliefen 12h durch. Herrlich. Bevor wir Kalea verliessen, hatten wir überall mit verdünntem Essigwasser gut geputzt und während den 2 Monaten 3 Sun Pac reingehängt. Das Schiff war Ungeziefer und Schimmel frei. Zum Glück konnten wir die in der Panamarina besorgen.

37 AnkerfeldAm nächsten Tag konnte Iris bei einem tüchtigen Wolkenbruch das Deck schrubben, derweilen Martin bereits wieder die technischen Dinge kontrollierte. Am 2. Tag hatten wir 3xWeihnachten. Zum Glück waren wir nicht wie angedacht, mit der Seismicwave im Kanal unterwegs und Martin kam im richtigen Moment um die Schiffsecke so dass er kaum stieg die Flamme aus unserem flexiblen Solarpannel hoch, sofort reagieren konnte, trotzdem war das Dach bereits schon angesengt. Wow wow wow….später offerierte uns dann die Firma einen Gratisersatz. Mensch das hätte tief ins Auge gehen können.
Langsam trudelten altbekannte Gesichter ein, Clara und Alex kamen Hallo sagen, dann tauchten überraschend Aline und Luc auf und nach ein paar Tagen kamen auch Sue und Brian mit Searose um die Ecke, wie auch Cheers die wir das letzte Mal im 2014 in San Lucia sahen. Die Abende verbrachten wir mit viel Gedanken und Erlebnis Austausch, gaben praktische Tips weiter und genossen neben täglichem Arbeiten auch viel Geselligkeit. Bernd auf der Stella leihte uns einiges an Werkzeug aus, u.a. eine Wasserpumpe um aus dem Starbordbug ca 500lt Wasser auszupumpen. Dies ist bereits das zweite Mal dass wir unfreiwillig so viel Wasser mitschleppen. Der Crashboxfall ist noch nicht abgeschlossen.

33 Joy of Shamrock BayIn der Zwischenzeit sind auch unsere englischen Freunde mit Joy of Shamrock von der Isla Providencia eingetroffen. Um das Wiedersehen so richtig zu geniessen, beschlossen wir kurzerhand noch ein paar Tage zu bleiben. Durch die beiden haben wir die Information erhalten, dass wir unsere beschädigte Eburb problemlos ersetzt kriegen, da bei einigen Lieferungen ein Mangel am Kunststoff festgestellt wurde. Sie ist bereits in der Sheltor Bay zum Abholen bereit. Leider ist immer noch Regenzeit und wir nach wie vor in der Linton Bay. Da auch wieder einiges an Garantiearbeiten anfällt, sind wir vorläufig auch auf gutes Internet angewiesen.

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