Bora Bora - Maupihaa

Bora Bora – Maupihaa, das westlichste Atoll der Inseln unter dem Wind

5010 Lionels Ankunft5011 HuewaEnde Juni kriegten wir in Bora Bora Besuch von Lionel, herrlich wieder einmal Familie auf dem Schiff zu haben. Wir konnten ihn mit der Fähre am Flughafen abholen, da dieser nördlich von der Insel auf einem Motu liegt. Das herzliche Wiedersehen feierten wir an Land, wunderbares einheimisches Poisson Cru und anschliessend war die Eröffnung des alljährlichen Heivafestes. An 2 Abenden genossen wir die Tänze und Darbietungen und bestaunten die vielseitige Fertigkeit des Blattflechtens. Türen, Wände, Tische, Stühle, Menschen, egal was, alles war irgendwo noch mit einer Blattverzierung geschmückt, gar nicht zu sprechen von den farbigen Stoffen und den Südseeblumen. Liebevolle glückliche Menschen tummelten sich an Land, es war ein Ohren und Augenschmaus.


Ein zusätzliches Wiedersehen fand mit dem Schiff „Ivadel“ statt, plötzlich hörten wir „Salu Martin“, Caroline und Philipp liefen ein, das letzte Mal sahen wir uns in Mindelo, Capo Verde.
Als das Wetterfenster gut war, begann die Weiterreise mit Lionel nach Westen. Er wird uns bis Tonga begleiten.

5012 Maupihaa Pass

 

Zuerst peilten wir Maupiti an, wegen Wind und Wellen änderten wir unterwegs den Plan und liefen in Maupihaa ein. Da in verschiedenen Cruising-guides der westlich gelegene Pass sehr schwierig beschrieben war, peilten wir den Pass mit aller erdenklicher Vorsicht an. Der Pass selber ist sehr gut sichtbar, zu bedenken ist einfach, dass fast immer eine Gegenströmung von ca. 3.5 Knoten herrscht. Die Einfahrt war links und rechts gut sichtbar durch einen weissen Pfahl markiert und am Ende waren links und rechts je eine rote Boje installiert. Diese werden von Adrienne, Karina und Haimano jeweils für das Versorgungsschiff dort angebracht. Das Schiff läuft jedoch nur ca. alle 8 Monate ein.

 


5013 Abendessen bei Adrienne

Nicht nur die Bojen heissen uns willkommen. Sobald der Anker im Norden fest lag, brauste Barua mit einem Freund vorbei und brachte frisch gefangenen Fisch, zum Glück hatten wir gerade gebacken, so konnten auch wir ihnen, mit einem frischen Brot, eine Freude machen.
Die Insel sah so einladend aus, dass wir gleich das Dinghi runterliessen um an Land zu fahren. Südseeidylle pur. Kaum dort angekmmen, tauchten auch schon die 3 Frauen auf, herzlich wurden wir von ihnen links und rechts auf die Backe geküsst und als wir von einem Inselspaziergang zurückkamen, gab es frisches Kokosnusswasser zu trinken. Bei einem ausgiebigen Schwatz im Schatten der Palmen, luden sie uns zum Abendessen ein, Krappen, Palmherzsalat, Poisson Cru, Reis und frisch zubereitete Mayonnaise mit Vogeleiern verziert.  Iris stürzte sich sofort in die Küche und kreierte das Dessert, Caramelcrème mit Meringue. Da soll jemand sagen, Bordleben mache nicht erfinderisch! Der Abend bleibt uns unvergesslich in Erinnerung. Maupihaa ist eine Insel, die der Südseeidylle 100% gerecht wird. Abgelegen, ca. 20 Einwohner, zufrieden,  fröhlich und durch die Kopraernte praktisch Selbstversorger.


5014 Maupihaa Strand5014 VögelBarua gab uns noch Kawafrüchte zu essen und die Nachbarin Hina besorgte eine tüchtige Portion Palm Herz, das wir genüsslich verzehrten. Auf dem Weg zum Aussenriff, passierten wir eine riesige Vogelkolonie, Erinnerungen an den Film „Die Vögel“ von Hitchkock wurden wach. Noch am selben Tag versorgte uns Barua mit einer tüchtigen Anzahl Vogeleiern, die unsere beschränkte Anzahl von Hühnereiern  wunderbar ergänzten.
Hier in Maupihaa, absolvierte Lionel seinen ersten Tauchgang als Erwachsener. Neben den zahlreichen Haien, die immer wieder Gewöhnungsbedürftig sind, sahen wir auch das erste Mal herrlich farbige Nudibranche.
Zum Glück zwang uns das Wetter noch ein paar Tage in diesem wunderbaren Paradies zu verweilen, am 10.7. verliessen wir das Atoll und setzten Segel. Zu dritt gab es natürlich auf den jeweiligen Ueberfahrten auch mehr Schlaf zu geniessen, zumal Lionel nach einmaligem Erklären die Handlungen bereits im Griff hatte. Nach 72 Stunden erreichten wir Palmerston am 14.7.und befestigten Kalea neben Scallywag an einer Mooring.

Societee Islands

5001 MoreaBeim Einlaufen in Papeete riefen wir per VHF den Habourmaster auf und liessen uns Freie Fahrt erteilen zum überqueren des Hafens. Bald danach mussten wir nochmals anrufen um uns die Passage vor dem Flugplatz freigeben zu lassen. Bei der Ankunft in der Marina Taina waren keine Moorings mehr frei und so ankerten wir nördlich von der Marina.

Wir verweilten wiederum einen Tag in Papeete um Ersatzteile und Bootszubehör zu suchen. Leider war nicht alles aufzutreiben. Der Einkauf im nahe gelegenen Carrefour-Supermarkt war ein Genuss, wieder einmal alle kulinarischen Wünsche in greifbarer Nähe.

Freitagmorgen früh am 14. Mai erreichte uns die Nachricht, dass die Mutter von Iris im Sterben liegt. Schnell packte Iris alles zusammen und versuchte den nächstmöglichen Flug in die Schweiz zu erhalten. Die Angestellten von Air Tahiti Nue waren außerordentlich einfühlsam und behilflich. Der Flug konnte am späten Abend starten. Iris erreichte die Schweiz am 15.Mai abends. Leider war ihre Mutter zu diesem Zeitpunkt bereits verschieden. Martin blieb alleine in Tahiti und wartete die Rückkehr von Iris ab.

5002 Schwimmen mit Stingray

 

Am 15. Juni war Iris wieder zurück und wir machten alles bereit, um weiter zu reisen. Am 16.Juni erreichten wir Morea und ankerten im Westen der Oponohu Bay. Mit dem Dinghi fuhren wir zur nächsten Bay und schwammen mit den Sting Rays.

 

 

 

 

 

5003 Süden Huahine5004 QuadausflugBereits am Abend segelten wir Richtung Huahine und gingen am nächsten Tag in der Baie d’avea vor Anker. Ein traumhafter Ankerplatz, Wifi vom nahegelegenen Resort auch auf dem Schiff, aquamarin farbiges Wasser, wir liessen es uns gut ergehen. Mit einem Quad  erkundeten wir die beiden Inseln. In Fare, dem Hauptort genossen wir das Alltagsgeschehen und verköstigten uns mit einheimischen Essen. Im Norden waren die uralten Ruinen früheren Siedlungen zu bestaunen und auf der Ostseite die bekannten Aale im kleinen Fluss.

Nachdem wir eine Nacht vor Fare geankert hatten setzten wir nach Bora Bora über und machten an einer der ca. 10 Mooring der MaiKai Marina fest.

 

Fakarava -Toau

4001 Tanken bei Cobia3Am 10.4.2018 früh am Morgen liefen wir in das grosse Fakarava Atoll ein. Ein gut markierter Kanal erleichterte die Navigation. Leider war keine der Bojen vor Rotoava frei, d.h. Ankern. Im Dorf erkundigten wir uns, wann nächstes Mal das Versorgungsschiff Cobia3 einlaufen wird. Eine wunderbare Überraschung, bereits am nächsten Tag früh am Morgen. Wir versuchten über die polynesische Telefonnummer den Kapitän zu erreichen, keine Chance. So blieb uns nichts anderes übrig als den Wecker zu stellen und am Morgen um 6 Uhr über Funk, Kanal 16 den Kapitän  anzufragen, ob er 200lt Diesel für uns hätte. Zum Glück klappt’s. Wir fuhren mit Kalea längsseits an die Cobia3, nahmen den schwarzen schmutzigen Schlauch entgegen, bunkerten Diesel und tauschten uns mit der vertrauten Crew aus. Das Benzin kauften wir beim Yacht Service im Dorf, um ein wenig die herzliche französische Familie mit 2 Kindern zu unterstützen. Dort gibt es eine kühle Veranda mit gutem Internet und die Zeit steht still.


Als wir das Geplante eingekauft hatten, wollten wir so schnell als möglich Richtung Pakokota, zu Agnes, Hani ia und Matthew…aber wie so oft, kommt es anders als man denkt.

4004 Pakokota FamilieDer Anker blieb stecken. Es sah so aus, als ob die Kette mitten durch den Korallenkopf lief, was ja eigentlich nicht sein konnte.  Martin musste den Anker abmontieren, der Job von Iris war die Kette sobald sie entlastet ist hoch zu nehmen. Da sich jedoch eine schwere Kette sehr schlecht als entlastet anfühlt, verloren wir den Anker. Martin kam mit Tauchausrüstung wieder an Bord, dann fuhren wir hinüber zum Pier und befestigten Kalea gut gepolstert mit Fendern. Am Nachmittag versuchte Martin noch einmal den Anker zu finden. Gemäss GPS wussten wir ja ungefähr, wo er lag, aber eben nur ungefähr. Erst am nächsten Tag tauchten wir gemeinsam und gingen  mit System vor. Wir befestigten eine Leine am Korallenkopf, an dem der Anker ursprünglich gelegen hatte und schwammen Kreise ab. Leider war das Seil nur 25m lang, gerade als wir umkehren wollten, deutete Iris an, noch kurz in eine Richtung zu schwimmen, wie so oft hat sie auch diesmal gefunden was wir suchten.
Liam und Annie von „Gone with the wind“ halfen beide Tage tatkräftig und unterstützend mit. Das Anker hoch hieven war schnell getan, mit dem Dinghi unter die Kalea getuckert, Kette runtergelassen, montiert und wieder hochgenommen. Fazit, entferne nie den Anker von der Kette ohne ihn mit einem schwimmenden Erkennungszeichen zu markieren, da Fehler passieren, lohnt  sich das Motto: Doppelt genäht hält besser.

4005 Kajaken am südpassEndlich fuhren wir wassermachend nach Pakokota.  Agnes kochte ein wunderbares Abendessen, wir hatten das Glück an einer Boje zu sein und auf dem Schiff das gute Internet zu empfangen. Schöne Spaziergänge, Gemüse einkaufen, mit Haniia spielen, bisschen mit anderen Seglern plaudern, herrlich.  Natürlich wurden wir auch in diesem kleinen Paradies wieder durch anfallende Arbeit gestört. Der Gefrierschrank funktionierte nicht richtig. Matthew musste zweimal an Bord kommen bis die Temperatur wieder auf -15C sank. Bevor wir wieder gegen Süden ausliefen, verbrannten wir noch unseren Kehricht am Pazifik, verschenkten der jungen Familie einige Bettwäsche und knuddelten Haniia noch weicher als weich.

Seit Apataki mussten wir 2x das SUP (stand up paddle board),  den Anker, den Tauchcomputer, ein VHF, ein Tarierjackett, den Gefrierschrank, die WC-Pumpe, den Hochdruckschlauch vom Tauchkompressor und leider auch noch die Unterwasserkamera reparieren.  Mangels Ersatzteilen konnten wir leider in der pazifischen Pampa nicht alles flicken oder ersetzen.
Als wir in Fakarava Süd ankamen, wird gerade eine Mooring frei und am nächsten Tag sind wir beide bereits am Tauchen. Wir haben uns lange auf diesen Moment gefreut, wie erwartet hatte es viele Haie und eine grosse Fisch Vielfalt. Strömungstauchgänge sind eindrücklich, ein wenig wie fliegen. Wir geniessen ein paar Tage Ferienstimmung pur.

Am 3. Tag kam „Gone with the wind“ dazu und 2 Tage später tauchte am Horizont ein Trimaran auf. Jaaaa,  sie sind es, ein herzliches Wiedersehen mit „Aldebaran“, Sabrina und Kristian mit ihrer jetzigen Crew Claus und G. Wir haben uns seit Ecuador bereits mehrere Male getroffen, ein herzliches austauschen will gefeiert sein.
Die Überlegungen, wohin wir als nächstes segeln werden, wird, oh, welche Überraschung von unserem Dinghimotor bestimmt. Zurück auf Platz 3 nach Pakokota.  Der Motor muss laufen sonst sieht das Leben an Bord düster aus. D.h. Martin muss wieder seine Arbeitsklamotten montieren und ab in die Werkstatt. Mit Matthews Unterstützung war die Arbeit in einem halben Tag erledigt.

4002 Village am Südpass4003 Tauchgang mit LiamWir übernachten noch eine Nacht am Fakarava Nordpass an einer Mooring, Schnorcheln und Ruhe geniessen war angesagt.

Am Morgen liefen wir nach Toau aus, verweilten ein paar Tage in diesem friedlichen kleinen Atoll, schnorchelten beide Pässe mit Dinghi im Schlepptau wie auch das Aussenriff. Dann segelten wir um die Ecke nach Anse Amjot. Dort sind im falschen Pass wie auch draussen am Aussenriff die Korallengärten wärmstens zum Schnorcheln zu empfehlen. Wenn am Morgen vor dem Frühstück ein ca 1m Napoleonfisch majestätisch unter dem Schiff durchschwimmt, ist das märchenhafte Gefühl nicht weit weg. Eine wunderschöne Gegend um die letzten Toamotus Stunden zu geniessen. Auch fangen wir unsere 3 kleinen Hausgeckos und bringen sie rüber in die Freiheit.


Am 7.5. segelten wir gegen Tahiti und erreichten das Mooringfeld der Marina Taina  am 9.5. Wir segelten zwei Nächte entlang der diamantenen Milchstrasse, der aufgehende Halbmond  verglitzerte märchenhaft das Licht über den Wellen, es war eine Freude auf der Wache zu sein.

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