Fakarava -Toau

4001 Tanken bei Cobia3Am 10.4.2018 früh am Morgen liefen wir in das grosse Fakarava Atoll ein. Ein gut markierter Kanal erleichterte die Navigation. Leider war keine der Bojen vor Rotoava frei, d.h. Ankern. Im Dorf erkundigten wir uns, wann nächstes Mal das Versorgungsschiff Cobia3 einlaufen wird. Eine wunderbare Überraschung, bereits am nächsten Tag früh am Morgen. Wir versuchten über die polynesische Telefonnummer den Kapitän zu erreichen, keine Chance. So blieb uns nichts anderes übrig als den Wecker zu stellen und am Morgen um 6 Uhr über Funk, Kanal 16 den Kapitän  anzufragen, ob er 200lt Diesel für uns hätte. Zum Glück klappt’s. Wir fuhren mit Kalea längsseits an die Cobia3, nahmen den schwarzen schmutzigen Schlauch entgegen, bunkerten Diesel und tauschten uns mit der vertrauten Crew aus. Das Benzin kauften wir beim Yacht Service im Dorf, um ein wenig die herzliche französische Familie mit 2 Kindern zu unterstützen. Dort gibt es eine kühle Veranda mit gutem Internet und die Zeit steht still.


Als wir das Geplante eingekauft hatten, wollten wir so schnell als möglich Richtung Pakokota, zu Agnes, Hani ia und Matthew…aber wie so oft, kommt es anders als man denkt.

4004 Pakokota FamilieDer Anker blieb stecken. Es sah so aus, als ob die Kette mitten durch den Korallenkopf lief, was ja eigentlich nicht sein konnte.  Martin musste den Anker abmontieren, der Job von Iris war die Kette sobald sie entlastet ist hoch zu nehmen. Da sich jedoch eine schwere Kette sehr schlecht als entlastet anfühlt, verloren wir den Anker. Martin kam mit Tauchausrüstung wieder an Bord, dann fuhren wir hinüber zum Pier und befestigten Kalea gut gepolstert mit Fendern. Am Nachmittag versuchte Martin noch einmal den Anker zu finden. Gemäss GPS wussten wir ja ungefähr, wo er lag, aber eben nur ungefähr. Erst am nächsten Tag tauchten wir gemeinsam und gingen  mit System vor. Wir befestigten eine Leine am Korallenkopf, an dem der Anker ursprünglich gelegen hatte und schwammen Kreise ab. Leider war das Seil nur 25m lang, gerade als wir umkehren wollten, deutete Iris an, noch kurz in eine Richtung zu schwimmen, wie so oft hat sie auch diesmal gefunden was wir suchten.
Liam und Annie von „Gone with the wind“ halfen beide Tage tatkräftig und unterstützend mit. Das Anker hoch hieven war schnell getan, mit dem Dinghi unter die Kalea getuckert, Kette runtergelassen, montiert und wieder hochgenommen. Fazit, entferne nie den Anker von der Kette ohne ihn mit einem schwimmenden Erkennungszeichen zu markieren, da Fehler passieren, lohnt  sich das Motto: Doppelt genäht hält besser.

4005 Kajaken am südpassEndlich fuhren wir wassermachend nach Pakokota.  Agnes kochte ein wunderbares Abendessen, wir hatten das Glück an einer Boje zu sein und auf dem Schiff das gute Internet zu empfangen. Schöne Spaziergänge, Gemüse einkaufen, mit Haniia spielen, bisschen mit anderen Seglern plaudern, herrlich.  Natürlich wurden wir auch in diesem kleinen Paradies wieder durch anfallende Arbeit gestört. Der Gefrierschrank funktionierte nicht richtig. Matthew musste zweimal an Bord kommen bis die Temperatur wieder auf -15C sank. Bevor wir wieder gegen Süden ausliefen, verbrannten wir noch unseren Kehricht am Pazifik, verschenkten der jungen Familie einige Bettwäsche und knuddelten Haniia noch weicher als weich.

Seit Apataki mussten wir 2x das SUP (stand up paddle board),  den Anker, den Tauchcomputer, ein VHF, ein Tarierjackett, den Gefrierschrank, die WC-Pumpe, den Hochdruckschlauch vom Tauchkompressor und leider auch noch die Unterwasserkamera reparieren.  Mangels Ersatzteilen konnten wir leider in der pazifischen Pampa nicht alles flicken oder ersetzen.
Als wir in Fakarava Süd ankamen, wird gerade eine Mooring frei und am nächsten Tag sind wir beide bereits am Tauchen. Wir haben uns lange auf diesen Moment gefreut, wie erwartet hatte es viele Haie und eine grosse Fisch Vielfalt. Strömungstauchgänge sind eindrücklich, ein wenig wie fliegen. Wir geniessen ein paar Tage Ferienstimmung pur.

Am 3. Tag kam „Gone with the wind“ dazu und 2 Tage später tauchte am Horizont ein Trimaran auf. Jaaaa,  sie sind es, ein herzliches Wiedersehen mit „Aldebaran“, Sabrina und Kristian mit ihrer jetzigen Crew Claus und G. Wir haben uns seit Ecuador bereits mehrere Male getroffen, ein herzliches austauschen will gefeiert sein.
Die Überlegungen, wohin wir als nächstes segeln werden, wird, oh, welche Überraschung von unserem Dinghimotor bestimmt. Zurück auf Platz 3 nach Pakokota.  Der Motor muss laufen sonst sieht das Leben an Bord düster aus. D.h. Martin muss wieder seine Arbeitsklamotten montieren und ab in die Werkstatt. Mit Matthews Unterstützung war die Arbeit in einem halben Tag erledigt.

4002 Village am Südpass4003 Tauchgang mit LiamWir übernachten noch eine Nacht am Fakarava Nordpass an einer Mooring, Schnorcheln und Ruhe geniessen war angesagt.

Am Morgen liefen wir nach Toau aus, verweilten ein paar Tage in diesem friedlichen kleinen Atoll, schnorchelten beide Pässe mit Dinghi im Schlepptau wie auch das Aussenriff. Dann segelten wir um die Ecke nach Anse Amjot. Dort sind im falschen Pass wie auch draussen am Aussenriff die Korallengärten wärmstens zum Schnorcheln zu empfehlen. Wenn am Morgen vor dem Frühstück ein ca 1m Napoleonfisch majestätisch unter dem Schiff durchschwimmt, ist das märchenhafte Gefühl nicht weit weg. Eine wunderschöne Gegend um die letzten Toamotus Stunden zu geniessen. Auch fangen wir unsere 3 kleinen Hausgeckos und bringen sie rüber in die Freiheit.


Am 7.5. segelten wir gegen Tahiti und erreichten das Mooringfeld der Marina Taina  am 9.5. Wir segelten zwei Nächte entlang der diamantenen Milchstrasse, der aufgehende Halbmond  verglitzerte märchenhaft das Licht über den Wellen, es war eine Freude auf der Wache zu sein.