Tobago - Trinidad

Tobago

57-FregattevögelAm Sonntag den 5. Oktober 2014, 16:00 Uhr sind wir von Grenada, St.George nach Tobago aufgebrochen. Charlotteville erreichten wir mit aufkreuzen am nächsten Mittag. Das Einklarieren, wie so oft, fand schlussendlich erst am Mittwoch statt. Tia, andere Länder andere Sitten. Diese windgeschützte Pirate Bay in Charlotteville empfing uns mit der ganzen charmanten Vielfalt der Karibik. Ruhe, Freundlichkeit, Musik, Gelassenheit. Grüne Hügel und Regenwald umrankten die Bucht. Viele wunderschöne kürzere und längere Fusswege luden ein zum Erkunden der Umgebung. Idylle pur. Die Gegend gefiel uns so gut, dass wir 2.5 Wochen geblieben sind. Warum weiter in die Ferne schweifen, wenn das Glück ist doch so nah. Täglich kamen die Fischer mit ihren kleinen Booten rein und versorgten alle mit frischem Fisch. Die Delphine schwammen ihre täglichen Runden, Vögel zwitscherten, Schildkröten schnappten nach Luft und die Pelikane stachen fischend ins Wasser. In der Nacht genossen wir den reinen, klaren Sternenhimmel. Die Milchstrasse glitzerte quer über die Bucht, Friede überall.

Das Tauchen in Speyside mit Sean Robinson war einmalig. Sind doch die Tauchgründe von Tobago an 2. Stelle in der Karibik. 83-Little-TobagoBelize wird dann noch die Krönung sein. Wir tauchten über intakte Korallengärten, begleitet von allen Sorten von Fischen. Ein Manta-Ray umkreiste uns neugierig. Das erfahrene Taucherauge von Sean, machte uns auf einige sonst verborgene Lebewesen aufmerksam. Wo auch immer ein Lionfish auftauchte, wird er mit der Harpune durchlöchert. Diese fremde Spezi, bringt mit ihren monatlichen 20‘000-30‘000 Eier das Unterwasser-Gleichgewicht immens durcheinander so dass dringend auf jeden Einzelnen Jagd gemacht werden muss. Neben all diesen einmaligen Erlebnissen konnten wir auch wunderschöne Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung geniessen. Noch manches Volk, könnte sich ein Beispiel an dieser gegenseitigen bejahenden Umgangsweise nehmen. Konstruktiv, gesund und normal.
An unserem letzten Abend, jagten uns die kleinen Fledermäuse aus dem Regenwald. Diese Art ist nur hier und in Venezuela angesiedelt. Wenn sie uns Menschen beissen, saugen sie sich fest, trinken unser Blut und die Wunde blutet weiter. Sie flogen so tief um und über uns, so dass wir es vorzogen runter ins Dorf zu gehen. Nach über 2 Wochen relativ trockener Regenzeit, begleiteten uns starke stundenlange anhaltende Regengüsse entlang der Nordküste. Von der Castara-Bay verliessen wir Tobago, in der Hoffnung eines Tages wieder zu kommen.

Trinidad

165-AffeDiesmal erforschten wir Trinidad mit dem Auto. Der Besuch des Pitch Lakes (Asphaltsee) im Süden war sehr eindrücklich, wird doch der Asphalt für die Schweiz auch von hier bezogen. Da Wasser schwerer ist als Asphalt, ist es notwendig, während der Regenzeit, das Wasser abzupumpen, dann kann sich der Asphaltsee immer wieder von neuem aus dem Erdinnern heraus auffüllen. Auf einer Boot Tour besuchten wir die Caroni Swamp und konnten in den Mangrovenwäldern und Inseln die allabendliche Rückkehr der roten Scarlet-Ibis (Nationalvogel von Trinidad) beobachten. Diese Sümpfe sind geschützt und beherbergen viele Vogelarten und Reptilien. Ein weiterer Ausflug brachte uns zum Asa Wright Nature Centre. In diesem tropischen Regenwald bestaunten wir viele Vögel, diverse Tierarten, Bäume und Sträucher. Auf einem kurzen Fussmarsch zum Edith Falls im Chaguramas Nationalpark überraschte uns eine Horde schnatternder Affen.236-Tier
Tobago und Trinidad sind wirklich schöne und vielfältige Inseln um den Hurrikans aus zu weichen.