Vorbereitungen und erste Passagen

Im März 2013 war einiges zu erledigen. Die Wohnung in Bäch musste geräumt werden und alle Möbel in unser Zwischenlager verfrachtet werden. Die Versicherungen mussten angepasst werden und vieles mehr.

Am 26. März war mein letzter Arbeitstag und am Tag drauf sind Jris und ich beladen mit allem was auf die Kalea verfrachtet werden muss nach La Grande Motte gefahren. Zusammen haben wir die Tage über Ostern genossen und vieles neu geordnet und eingerichtet. Am Dienstag nach Ostern ist Jris zurück nach Bern gefahren.

UnterwasserWie es halt so ist, alles Neue beginnt zuerst mit Arbeit. Kalea wurde ausgewassert und das Unterwasser neu gestrichen. Dies war zwingend nötig. Das Getriebe- und Motorenöl musste gewechselt werden, die Kurzwellenfunkanlage wurde eingebaut und eine Liste von über 30 Punkten wurde abgearbeitet. Nachdem die Liste auf 8 reduziert war habe ich mich entschlossen am 15. April auszulaufen.

Erster Ankerplatz war bei der Ile Jaire südlich von Marseille. Ohne Wind und ohne Schwell verbrachte ich eine ruhige Nacht. Tags darauf um die Mittagzeit ging es los für die Passage nach Korsika, Ziel Calvi an der Nordwest Ecke. Schon bald schlief der Wind ein und unter Motor erreichte ich um die Mittagszeit Calvi. Die letzten Seemeilen vor Calvi hatte es dichten Nebel. Die Sicht war nur noch ca. 100 Meter. Mit der Unterstützung von Radar und AIS war dies jedoch zu meistern. Das Gefühl ist jedoch viel schlechter als bei Nacht, können doch in der Nacht die Navigationslichter der andern Schiffe noch ausgemacht werden. Den Rest des Tages und den ganzen Donnerstag lag ich in der Bucht vor Calvi am Anker. Prächtiger Sonnenschein, rundherum Meer und den Blick in die noch tief verschneiten Berge von Korsika sind ein ganz besonderer Eindruck.Calvi

Am Freitag gings weiter Richtung Ajaccio. Bis am Abend konnte ich bei schönem Segelwetter die Baie de Liscia erreichen. Ein schöner Ankerplatz und guter Ankergrund versprachen eine ruhige Nacht. Ab Mitternacht nahm jedoch die Schwell immer mehr zu und erreichte gegen Morgen bis zu 2 Meter. Wohlwissend, dass die Wellen ausserhalb der Bucht noch höher sein werden, bin ich schon früh los. Im offenen Wasser erwartete mich Wellengang bis zu 3 Meter. Die Wellen waren jedoch recht angenehm, wurden sie doch durch Mistral über die wiete Strecke von Frankreich her aufgebaut. Sicher erreichte ich den alten Hafen von Ajaccio.

Am Montag, 22. April war Start für die Weiterfahrt und Passage nach Sardinien. Um Mitternacht erreichte ich die Bucht von Alghero und ding in der Dunkelheit, jedoch unterstützt vom Mondschein vor Anker. Die Einfahrt bei Nacht alleine in den Hafen war mir zu riskant. So gegen 01:00 legte ich mich schlafen. Am nächsten Morgen wurde ich geweckt durch Geräusche eines Bugstrahlruders. Was kann das sein? Ein Blick nach aussen gab die Klärung. Die Guardia di Finanza war bereits am Fotografieren. Sobald sie mich jedoch gesehen hatten, kamen sie längsseits um meine Papiere zu prüfen. Sie waren sehr freundlich und da alles ok war, sind sie kurzdarauf wieder weg. Um die Mittagszeit bin ich in den Hafen von Alghero eingelaufen und habe am Stadtkai einen schönen Platz erhalten.

Alghero