Australien

November 18 bis Februar 19

5200 SouthportUm in Australien einzuklarieren, wählten wir Southport als Port of Entry. Dieser wurde uns von einigen Seglern empfohlen. Wie ihr noch im Bericht von Neukaledonien nachlesen könnt, bereiteten wir uns bis ins kleinste Detail vor, was sehr zu empfehlen ist. Ansonsten kostet es pro 15 Minuten zusätzlich Au$ 60.

Kaum waren Rita und Franz abgereist machten wir uns im Inneren der Küstenregion auf den Weg nach Boatworks Coomera. Dort hatten wir bereits vor Wochen einen Platz reserviert um Kalea aufs Land zu stellen. Eine Riesenliste war abzuarbeiten: Unterwasser neu streichen, Trampolin ersetzen, Dach über Cockpit erneuern, Tiefenmesser und GPS Empfänger ersetzen, Alu Antikorosion, Rigg testen, Decklicht und Windinstrument ersetzen, Motoren und Saildrive Service, Rumpf polieren, Bilgenpumpe ersetzen, Motorenräume und alle Locker auswaschen etc…


5201 BoatworksNach 2 Wochen intensiver Arbeit, wasserten wir Kalea im Fluss wieder ein. Die restlichen Arbeiten, wie das Schiff ausmisten und alles wieder neu organisieren, waren auf dem Wasser sehr viel angenehmer zu tätigen. Wir genossen auch das Sozialleben. Teresa & Brett von Seismicwave luden uns in ihr Appartement in Southport zum Barbeque ein. Auch ein herzliches Wiedersehen mit Janett David, von Geniet Lew, bei Nadine und Gavin fand statt. Waren sie doch seit Tagen wegen ärgerlichen Wartungsarbeiten am Dock von Nadine und Gavin blockiert. Seit wir einander in Panama kennen gelernt haben, ergab es sich einmal mehr, dass wir praktisch Zeit und Ortsgleich unterwegs waren.  Noumea, Chesterfield Reef, Southport und dann praktisch Nachbarn in Coomera. Sie segelten weiter nach Tasmanien.

Für uns war „The Boatworks“ in Coomera die best organisierteste Bootswerft, die wir je gesehen haben. Waschen, Wifi gratis, jederzeit können in Boatworks eigene Autos gratis benützt werden. Sogar von Freitag 4pm bis Montagmorgen 7am. Dies ist alles in den Gebühren inbegriffen. Dazu kommt, dass es praktisch nur Profis auf dem Gelände gibt. Jede Firma zeichnet sich durch Zuverlässigkeit, guter qualitativer Arbeit und Pünktlichkeit aus. Zum Arbeitskomfort kommt noch eine sehr angenehme Barbequestelle am Fluss dazu, wo wir unter anderem mit Alan, Barb & Denys, wie auch Deb & Greg lustige Stunden verbrachten. Guatemala Nana Juana en Miniatur, leider ohne Pool. Was nach dem Verschenken im Pazifik noch übrig blieb sortierten wir aus und misteten (wie in einem Haus, nach einer gewissen Zeit muss man mal entrümpeln). Ein paar Dinge schrieben wir auf „Gumtree“ aus, einen Teil  verkauften wir an einen lokalen Secondhand Händler und den Rest gaben wir als Geschenk in ein Secondhand Geschäft.

Als wir am 30. November auslaufen wollen, funktionierte der Tiefenmesser  nicht. Unglaublich aber wahr. Am Abend konnten wir dank dem super Team Kalea auswassern und über Nacht auf dem Lift abtrocknen lassen. Der Raymarine Chef himself unterbrach die Weihnachtsfeier, um uns das Teil zu installieren. Auch Toni der Besitzer von Boatworks war persönlich engagiert.

5202 unterwegs nach ManlyAm nächsten Tag motorten wir durch die Kanal Flussverästelungen nach Manly, wo wir für 2 Monate einen Hafenplatz reserviert hatten. Manly ist südlich von Brisbane, praktisch zusammengewachsen mit Brisbane und trotzdem eher eine ländliche Dorfidylle. Es hat ein Schwimmbad sowie ein öffentliches Tidenbecken. In der Royal Club Marina war es ruhig nur ein paar Einheimische, die ab und zu ausliefen, definitiv ein guter Platz um mal wieder die Seele baumeln zu lassen.

Wir bereiteten uns auf unseren Schweizerbesuch vor der am 15. Dezember in Manly eintraf. Isabelle und Damian mit Rita und Franz nisteten sich in einem Airb&b ein. Ihr Mietobjekt lag direkt oberhalb vom Hafen, somit konnten wir die ersten Wiedersehenstage mit viel Raum, Terrasse und Barbeque geniessen.  


5203 Brisbane AusflugAusflüge nach Cedar Creeck, St. Helena Island, Rainbow Beach Weihnachten, Bundaberg, Glass House Montains, Manly unternahmen wir gemeinsam. In Moreton Island waren wir über Silvester für ein paar Tage nur zu Zweit. Die Anderen fuhren weiter rauf in den Norden. Anfangs Jahr besuchten wir sie in Brisbane. Die letzten gemeinsamen Tage verweilten sie in Wynmum, was für uns ein Katzensprung war. Beide hatten ein Mietauto so machten wir einen Parkausflug und besuchten südlich von Manly auf eine kleine Halbinsel. Auch segelten wir noch zusammen auf Moreton Island und genossen das Wandern auf den grossen Sanddünen. Trotzdem wir die Ferien nicht wie angedacht zu 6 auf unserem Schiff verbrachten, war es lustig und abwechslungsreich die Zeit miteinander zu verbringen. Dadurch war ihr Besuch natürlich auch sehr vielseitig und mit Reisen verbunden, wie auch für uns endlich wieder einmal Erholung pur.

Mitte Januar motorten wir wieder nach Coomera, Nadine und Gavin guckten einmal mehr ob die Hochspannungsleitung immer noch weit genug entfernt ist. Wir hatten enorm viel Glück, dass das nicht gut montierte Propellerblatt in Manly verloren ging.  Somit konnten wir in Coomera die Garantie problemlos einfordern. Da wir durch Multihull Solution ein super günstiges Angebot erhielten, konnten wir Kalea gleich dort gut betreut am Dock lassen.

5204 Girraween National Park5205 Three SistersFür eine Woche mieteten wir denselben Typ  Campervan, wie in Neuseeland. Die Reiseroute besprachen wir bei einem wunderschönen Abendessen bei Nadine and Gavin.
Warwick – AAOK Happy Apple Resort – Girraween National Park – Texas - Cranky Rocks Recreation Reserve (15$ für Beide, pensioniert) – Sawn Rocks Picnic Area – Narrabi –Coonabarabran – Terramungabine Reserve – Dubbo City Holiday Park - Taronga Western Plains Zoo -  Mudgee –Lake Lyell Campground –Williams Lookout – Wentworth Falls – Blue Mountains – Sydney Lane Cove Campground. Nach dieser Woche waren wir bis oben voll mit wunderschönen Natureindrücken, sodass wir den Australischen Geburtstag am 26.Januar gemütlich verschliefen.

Am 29. Januar flogen wir mit der Singapur Airlines, die wir sehr empfehlen können, über Singapur nach Zürich. In den nächsten 6 Wochen genossen wir jede Minute mit unseren Kindern und Grosskindern. Iris konnte endlich wieder einmal bei einer Berufskollegin die Praxis hüten. Die ersten Tage waren so richtig eiskalt und sonnig, ein winterliches Prachtwetter. Leider mussten wir abreisen bevor am 16. März Martins 6. Grosskind „Remo“ geboren wurde. Auch konnten wir wie immer nicht alle sehen, die uns am Herzen liegen, freuen uns dafür umso mehr auf das nächste Mal.

5206 Sydney OperaWieder zurück in Sydney waren noch eine Aufführung im Opernhaus und der Besuch des Maritimen Museums auf unserer Wunschliste. Beides ist sehr zu empfehlen. Dadurch, dass man in Sydney ein sehr praktisches öffentliches Transportnetz hat, ist es ein Genuss durch die Stadtschluchten zu pilgern, dann wieder kurz die Metro oder um die Seele baumeln zu lassen auch die Fähre zu nehmen.

Wir flogen von Sydney nach Gold Coast, wo uns Gavin abholte und uns auf Kalea brachte. Es war schön wieder in unseren eigenen 4 Wänden zu sein auch wenn es nur noch auf Zeit ist. Das Schiff ist super hergerichtet, sauber und bereit für was auch immer da kommen mag. Australien ist ein guter Platz um endlich wieder mal alles so richtig instant zu stellen.